Kategorie: Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit geht Wirtschaft und Verbraucher an
Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit geht Wirtschaft und Verbraucher an

Wer nachhaltig handelt, nutzt die Ressourcen im Sinne der natürlichen Regenerationsfähigkeit. Die Nachhaltigkeit ist eines der wichtigsten Leitbilder in unserem Jahrhundert. Wer nachhaltig handelt, denkt an das Wohl der zukünftigen Generationen. Doch so brandaktuell das Thema derzeit auch ist, so liegen die Ursprünge bereits 300 Jahre zurück. Es war Hans-Karl von Carlowitz, der bereits im Jahr 1713 das Nachhaltigkeitsprinzip in seinem Buch über die Waldwirtschaft „Silvicultura oeconomica“ ausführlich beschrieb.

Demnach sollte nur so viel Holz geschlagen werden, wie auch wieder nachwachsen kann. Heute wird der Begriff der Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit den verschiedensten Bereichen des Lebens und der Wirtschaft verwendet. Zum Beispiel bei der Erzeugung von Lebensmitteln oder der Gewinnung von Energie. Im Umgang mit natürlichen Ressourcen und der Wiederverwertung von Abfällen. Bei der umweltschonenden Produktion von Industriegütern, von Gebrauchsgegenständen und von Gütern des täglichen Bedarfs.

 

Verantwortungsbewusstes Handeln und Konsumieren im Sinne der Nachhaltigkeit

Das Nachhaltigkeitsprinzip ist auch politisch von Bedeutung. Im Jahr 1987 trat die Brundlandt-Kommission zusammen, um eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und somit die Lebensgrundlagen für die gegenwärtigen und zukünftigen Generationen zu sichern. 1992 beschlossen 178 Staaten in Rio de Janeiro, auf der Grundlage der Nachhaltigkeit, ein neues Leitbild für das 21. Jahrhundert zu schaffen.

Die nachhaltige Entwicklung ist ein Thema, das jeden von uns betrifft. Denn allein durch unser Konsumverhalten und unser persönliches Handeln haben wir einen maßgeblichen Einfluss darauf, inwiefern die nachfolgenden Generationen in der glücklichen Lage sind, eine intakte Natur und ein Mindestmaß an Wohlstand zu genießen. Jeder Einzelne von uns ist ein wichtiger Entscheidungsträger hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung unseres Planeten.

Nachhaltigkeit muss daher im Zentrum der gesellschaftlichen und ökonomischen Transformation stehen.

 

Weshalb ist die gleichberechtigte Umsetzung von wirtschaftlichen, sozialen und umweltbezogenen Zielen für die Nachhaltig so wichtig?

Das nachhaltige Handeln macht nur dann Sinn, wenn sowohl die wirtschaftlichen, als auch die umweltbezogenen und sozialen Aspekte darin Beachtung finden. Ist die Umwelt nicht intakt, dann leidet darunter letztendlich auch die Wirtschaft. Im Gegenzug ist die Verwirklichung des Umweltschutzgedanken ohne eine solide wirtschaftliche Basis kaum möglich. Um die Wirtschaft und die Umwelt dauerhaft zu stabilisieren, sind gut funktionierende soziale Strukturen wichtig. Das betrifft unter anderem auch die Bildung.

Man spricht in diesem Zusammenhang auch vom Drei-Säulen-Modell. Die Ursprünge dieser Idee liegen im Jahr 1994.

 

Was ist der Unterschied zwischen der ökonomischen, ökologischen und der sozialen Nachhaltigkeit? Wie sind diese Prinzipien miteinander verknüpft?

Die ökonomische Nachhaltigkeit zielt darauf ab, die Leistungsfähigkeit der globalen Wirtschaft auf Dauer zu erhalten und für die Zukunft zu sichern. Das betrifft unter anderem auch die Arbeitsmarktpolitik und den Lebensstandard der Menschen. Ein faires Handeln im Hinblick auf die Zufriedenheit aller Völker steht hierbei im Mittelpunkt. Die wirtschaftliche Grundlage und der damit verbundene Lebensstandard werden wiederum durch einen schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen geschaffen. Das ist insbesondere mit Blick auf die endlichen Energiereserven von existenzieller Bedeutung.

Es ist auch kaum möglich, die Natur effektiv zu schützen, wenn es den Menschen wirtschaftlich schlechter geht. Deshalb bedingen sich diese drei Grundpfeiler gegenseitig.

 

Welche Rolle spielt der Verbraucher bei der Nachhaltigkeit?

Verbraucher können und müssen den Nachhaltigkeitsgedanken effektiv und aktiv unterstützen. Im Endeffekt sind es nicht nur die Politik und die Verantwortlichen in den Unternehmen, die die Fäden in der Hand halten, sondern jeder Einzelne, der als Konsument sehr viel zum Gelingen der Idee beitragen kann.

Durch den schonungsvollen Umgang mit den vorhandenen natürlichen Ressourcen, durch die Wahl von fair gehandelten, ökologischen/biologischen Produkten, durch einen vorausschauenden und ressourcenschonenden Einsatz von Energie und fossilen Brennstoffen sowie durch verantwortungsvolles und sparsames Produzieren von Abfall, kann jeder einzelne seinen Teil dazu beitragen, die ökologische, die soziale und die wirtschaftliche Zukunft unseres Planeten zu sicher.

 

Welche Möglichkeiten hat der Konsument, um die Entwicklung der Nachhaltigkeit positiv zu beeinflussen?

Wer sich für biologisch erzeugte und fair gehandelte Produkte entscheidet, trägt maßgeblich dazu bei, das Wohlergehen des Planeten und der Menschen langfristig zu sichern. Deshalb sollten Sie als Konsument nicht nur auf den Preis einer Ware achten, sondern insbesondere auch auf deren Qualität und die Art und Weise wie diese erzeugt wird. Das beinhaltet den Herstellungsprozess einer der Ware, den Ressourceneinsatz, den Produktionsprozess bis hin zur Verteilung und Distribution. In allen Phasen, von der Entstehung bis hin zur Verwendung und Entsorgung sollte dem Nachhaltigkeitsgedanken dementsprechend Rechnung getragen werden.

Geben Sie zum Beispiel alternativen Energiequellen den Vorzug und verzichten Sie auf die Wärmegewinnung durch fossile Brennstoffe. Essen Sie bevorzugt ökologisch erzeugte Lebensmittel aus regionaler Erzeugung und reduzieren Sie den übermäßigen Gebrauch von Wegwerfartikeln. Trennen Sie Müll – nach Bio-Abfall, Papier und recycelbaren und wiederverwertbaren Verpackungsmaterial.

 

Wie groß ist die Verantwortung der deutschen Unternehmer?

Einen Großteil der Verantwortung tragen die deutschen Unternehmen. Sowohl in sozialer, ökologischer und ökonomischer Hinsicht. Sie sind es, die die Rohstoffe für ihre Produkte einkaufen und verwenden, die die Produktionsabläufe festlegen und zum Teil auch verhältnismäßig große Mengen an Energie verschwenden. Sie tragen Verantwortung im sozialverträglichen Umgang mit Personal sowie für die ökologisch und nachhaltig sinnvolle Reinvestition ihrer Renditen.

 

Welche Unternehmen handeln besonders im Sinne der Nachhaltigkeit?

Seit dem Jahr 2011 gibt es den Nachhaltigkeitskodex. Diesem haben sich bisher rund 50 deutsche Unternehmen verpflichtet. Darunter sind eine Wissenschaftsorganisation, 11 Unternehmen mit einer öffentlichen Beteiligung, 14 DAX- und 5 MDAX-Firmen sowie 24 Unternehmen, die an der Börse notiert sind.

 

Welche Auszeichnungen erhalten Unternehmen, die sich im Bereich der Nachhaltigkeit verdient gemacht haben?

Unternehmen, die die nachhaltige Entwicklung fördern und natürliche Ressourcen in besonderer Weise schonen, erhalten seit 2008 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis. Die Auszeichnung wird in verschiedenen Kategorien jährlich vergeben. Im Jahr 2009 wurde Werner & Mertz „für seine vorbildliche Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens“ mit diesem Preis ausgezeichnet.

 

Gibt es an der Nachhaltigkeitsdebatte eine grundsätzliche Kritik?

Ja, es gibt auch kritische Stimmen. Manch einer spricht von einer so genannten „Öko-Falle“. Andere sehen das Vorhaben von vornherein als zum Scheitern verurteilt. Und einige fühlen sich von der Politik bei der Nachhaltigkeitsdebatte schlichtweg bevormundet.

 

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LOVOS Neo-Minimalisten
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LOVOS: Weniger ist mehr – der neue Lifestyle der Neo-Minimalisten

Die Grenzen des Wachstums in einer begrenzten Welt

Die LOVOS-Bewegung kann man als eine, den Lebensstil vereinfachende, zum Teil auch „radikale“ Weiterentwicklung der LOHAS-Definition verstehen. LOVOS steht für „Lifestyle of Voluntary Simplicity“, also die freiwillige Einfachheit des eigenen Lebensstils durch bewussten Verzicht. LOVOS werden daher auch gerne als Konsum- und Wachstumsverweigerer bezeichnet.

LOVOS definieren ihren Lebensstil als eine zukunftsfähige Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft. In diesem Kontext hat man es immer wieder mit Begrifflichkeiten wie Freiwillige Einfachheit (Voluntary Simplicity), Minimalismus oder Downshifting zu tun. Die Bandbreite des LOVOS-Lebensstils reicht vom „Total-Aussteiger“ bis zum lediglich konsumkritischen Verbraucher. LOVOS zeichnen sich durch eine erhöhte Achtsamkeit und die genaue Beobachtung und die bewusst nachhaltige Steuerung des eigenen Konsumverhaltens aus.

LOVOS wird gerne Radikalität mit einem Hang zum Anarchismus vorgeworfen. Sie werden als Störenfriede und Spinner bezeichnet. Ob es den „echten“ selbstbestimmten und unbeirrbaren LOVO wirklich gibt und ob man in dieser Entwicklung einen vorübergehenden Trend oder doch eine dauerhafte Bewegung sehen kann, wird die Zukunft zeigen.

 

Dauerhafter Konsumausstieg oder vorübergehnder Trend?

Die Frage wird sein, ob ein dauerhafter radikaler Konsumausstieg heute überhaupt noch möglich ist, will man am gesellschaftlichen Leben aktiv und selbstbestimmt teilnehmen. Denn ohne ein Mindestmaß an zum Beispiel Informationstechnologie geht in vielen Bereichen des Lebens heute gar nichts mehr, sind soziale Interaktionen kaum mehr möglich. Daher verwundert es auch nicht, das die Beispiele berühmter Neo-Minimalisten wie Tim Lewis, Nial Doherty oder Kelly Sutton, dem man nachsagt, mit seinem im Jahr 2009 gegründeten „Cult of Less“ der Begründer der LOVOS-Bewegung zu sein, zwar auf vieles, aber eben nicht auf Dinge wie Smartphone, Software oder Notebook verzichten.

 

LOVOS im Zeichen der Europäischen Wirtschaftkrise

Im Zuge der Europäischen Wirtschaftskrise treten in Ländern wie Spanien zum Teil deutliche LOVOS-Tendenzen auf. In ihrer Dokumentation „Weniger ist mehr – Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben“ versucht die Journalistin Karin de Miguel Wessendorf herausfinden, wie ein besseres Leben durch Verzicht möglich ist und begibt sich auf Spurensuche in Europa. In Deutschland, Frankreich, Spanien und England geht sie der Frage nach, wie es trotz der Begrenztheit der Ressourcen unseres Planeten möglich ist, einen guten Lebensstandard aufrechterhalten.

Ihr Weg führt sie unter anderem nach Spanien, wo sie junge Menschen findet, die getrieben durch Wirtschaftskrise und Arbeitsplatzverlust den Ausweg gesucht und gefunden haben. Ob dieser freiwillige Verzicht auch ohne den wirtschaftlichen Druck stattgefunden hätte und ob dieser im Zuge der wirtschaftlichen Erholung des Landes bestand hat, bleibt abzuwarten.

 

Film-Tipp zum Thema

Weniger ist mehr – Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben – die Dokumentation von Karin de Miguel Wessendorf ist in voller Länge auf future.arte.tv (D 2013, 53 Min) zu sehen.

„Für LOVOS ist das Sein wichtiger als das Haben“.

 

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LOHAS - Sinus Millieus
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LOHAS – umwelt- und sozialethischer Konsum 2.0

Pro & Cons des Lifestyle of Health and Sustainability

Als LOHAS bezeichnet man Menschen, die einen komplexen, teils sehr extravaganten Lebensstil verfolgen. Dieser ist hauptsächlich von dem Prinzip der Nachhaltigkeit und von einem ausgeprägten Gesundheitsbewusstsein geprägt, was sich explizit im Konsum dieses Zielgruppensegments wiederspiegelt. LOHAS bezeichnen sich selbst als moderne Konsumenten, als eine Avantgarde, die aktiv den konsequenten fairen Handel und  den ökologischen Konsum praktiziert und propagiert.

LOHAS sind in der Regel Akademiker und verfügen über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen. Dem technischen Fortschritt stehen sie aufgeschlossen gegenüber. Für die meisten LOHAS ist Technologie Mittel zum Zweck, der seinen Beitrag zu ihrer ökologischen und sozialen geprägten Haltung sowie zu ihrem gesunden, vorausschauenden Lebensstil beitragen soll.

LOHAS interessieren sich in besonderem Maße für Gesundheit (ein ganzheitlich gesundes Leben), für ökologische und soziale Belange, für Kunst und Kultur. Viele LOHAS sind ausgesprochene Genießer. LOHAS reisen viel um andere Kulturen und Gesellschaften kennenzulernen. Sie machen Yoga, meditieren und haben eine hohe Affinität zur Spiritualität.

LOHAS sind darauf bedacht, verantwortungsvoll mit den Folgen des Konsums umzugehen. Im Gegensatz zu den LOVOS, konsumieren LOHAS (zum Teil auch sehr ausgiebig). Eine Untergruppe der LOHAS nennt man PARKOS. Bei PARKOS handelt es sich um Menschen, die denselben nachhaltigen und gesundheitsbewussten Lebensstil pflegen, jedoch die digitale Medien und Technologien ausgesprochen intensiv nutzen. Ein nicht unerheblicher Teil der digitalen Avantgarde kann demnach der Gruppe der PARKOS zugeordnet werden.

 

LOHAS Typologien

Wie es nicht den einen Konsumenten gibt, so lassen sich auch die LOHAS in unterschiedliche Typologien eingruppieren. Die Verhaltens- und Zukunftsforschung differenziert derzeit in fünf folgende groben LOHAS-Typologien, wobei es zwischen den definierten Stereotypen selbstverständlich Überschneidungen gibt:

•    verantwortungsbewusste Familienmenschen
•    kulinarisch und im künstlerisch versierte Connaisseurs
•    Gleichberechtigung lebende, offene Weltenbürger
•    Statusorientierten Luxus-Shopper
•    wertkonservativen Moralisten

 

Grüner! Fairer! Und auch teurer? Wie LOHAS konsumieren?

LOHAS stehen sinnbildlich für eine durch Nachhaltigkeit geprägte Konsumkultur. LOHAS ist ein Akronym und steht für  „Lifestyles of Health and Sustainability“. LOHAS achten also beim Konsum auf ökologische und biologische Produkte die energieeffizient und natürliche Ressourcen schonend hergestellt werden, idealerweise aus der Region kommen um lange Transportwege und unnötige Emissionen zu vermeiden und die fair gehandelt werden.

LOHAS stehen Unternehmen, die nicht nach den Grundsätzen von sozialer, ökologischer und ökonomischer Nachhaltigkeit wirtschaften und handeln äußerst kritisch gegenüber. Anbieter, denen sie unachtsamen Umgang mit der Natur, unsoziales Verhalten oder gar  Profitgier nachweisen können meiden sie nicht nur, sie setzen darüber hinaus alles daran, die misslichen Umstände öffentlichkeitswirksam zu propagieren. LOHAS haben oft enormen Einfluss auf ihr privates und berufliches soziales Umfeld. Daher wirken sich kritische Stimmen zu einem Anbieter oder negative Bewertungen über Produkt oft fatal auf dessen Absatz und den Vermarktungserfolg aus.

Ihr (Kauf)verhalten bezeichnen LOHAS selbst als einen aktiven Boykott gegenüber Unternehmen, die ihre Profite über die menschlichen, sozialen und ökologischen Belange stellen. LOHAS sind auch gegenüber Herstellern, die zwar grüne Produkte anbieten, selbst aber nicht ausschließlich grüne Unternehmen sind, äußerst kritisch gegenüber eingestellt. Wie die meisten Konsumenten halten LOHAS nur wenig von den selektiven und augenscheinlichen Nachhaltigkeitsmaßnahmen, wie sie oft von großen, meist internationalen Konzernen unternommen werden.

LOHAS sind in der Regel bereit, deutlich mehr Geld für Bio- & Öko-Produkte auszugeben. Insbesondere dann, wenn diese zu fairen Bedingungen gehandelt und unter sozialverträglichen Aspekten hergestellt werden.

Man sagt LOHAS eine ausgesprochen hohe Kundenloyalität nach. Da bei ihnen in erster Linie nicht der Preis für den Kaufimpuls bestimmend ist, sondern der soziale und ökologische Impact eines Produktes und dessen Herstellers, sind sie diesem und der Marke gegenüber überdurchschnittlich loyal und treu. LOHAS brennen regelrecht für ihre Marken, Hersteller und Händler, denn sie sind davon überzeugt, dass diese einen wichtigen Beitrag zum ökologischen und sozialen Gleichgewicht sowie für einen gesunden Lebensstil leisten.

Wer sich schon mal mit einem überzeugten LOHA über Bio-Produkte, einen vegetarischen oder gar veganen Lebensstil oder über den Einkauf beim Bio-Bauern um die Ecke unterhalten hat, kennt dieses Phänomen. Sie lassen nicht los, bis das Produkt nicht probiert, nicht wenigsten einmal auf Fleisch verzichtet wurde und ein Besuch bei besagtem Bio-Bauern stattgefunden hat. Das macht LOHAS zu wertvollen Helfern, denn sie sind freiwilliger Botschafter vieler grüner Produkte, Hersteller und Händler.

 

LOHAS – alles andere als Müsli-Ökos der 70er

Die LOHAS-Bewegung ist ein Phänomen des 21. Jahrhunderts. Dementsprechend distanzieren sich die meisten Menschen dieser Zielgruppe bewusst von den Antikonsumisten der 70er und 80er Jahre und wollen sich auch deutlich von den Yuppies der 90er abgegrenzt wissen.

Ihr zentrales Motto lautet: „Ich kaufe, also bestimme ich“. Eike Wenzel, Chefredakteur des Matthias Horx‘ Zukunftsinstituts, war Namensgeber der LOHAS und hat deren Entwicklung populär gemacht. Wenzel definiert die Gruppe der LOHAS als  äußerst kaufkräftige Zielgruppe. Er bezeichnet sie als gesellschaftliche Avantgarde, die es versteht, persönliche Bedürfnisse wie Luxus, Design und Genuss mit ökologischer, sozialer und ökonomischer Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen.

Laut aktueller Erhebung des GfK ConsumerScan 2013, gehören derzeit rd. 14% aller Konsumentenhaushalte zum harten Kern der LOHAS. Weitere 12% sind gemäß der Studie affin, ihr Kaufverhalten im Sinne einer umwelt- und sozialethischen Konsumhaltung zu ändern.

 

LOHAS 2013 - Anteil Konsumentenhaushalte
(Quelle: Statista.de)

Was vor wenigen Jahren als ideologischer Prozess begonnen hat, gilt in Wirtschaft und Politik mittlerweile als zwingende gesellschafts- und zukunftsfähige Alternative.

 

Der schmale Grad – zwischen umwelt- und sozialethischer Konsumhaltung und Konsumismus

Kon|su|mis|mus [Substantiv, maskulin, bildungssprachlich]: Lebenshaltung, die darauf ausgerichtet ist, das Bedürfnis nach neuen Konsumgütern stets zu befriedigen (Quelle: Duden.de)

In dieser Definition liegt einer der Hauptkritikpunkte am Konsumverhalten der LOHAS. Denn Kritiker mahnen an, dass die Grenzen zwischen den hohen, durch die gesundheitsbewusste, umwelt- und sozialethische Konsumhaltung verursachten Lebenshaltungskosten und einer Konsumismus geprägten Lebensweise in diesem Punkt fließend sind. Manche fragen sich, wie überhöhte Preise für Bio- und Öko-Produkte mit dem Prinzip der sozialen Gerechtigkeit einhergehen können – sehen darin sogar eine bewusste Distinktion der LOHAS gegenüber den finanziell unterprivilegierten Milieus.

Durch ihr Verhalten strebten sie nach wirtschaftlicher Differenzierung und nach exponierter gesellschaftlicher Stellung. Sie wollten sich moralisch vom Durchschnitt abheben, vor allem aber von der Unterklasse, die durch ihre Unwissenheit und aufgrund mangelnder Bildung und fehlender finanzieller Möglichkeiten den Raubbau am Planeten, die soziale Ausbeutung und das Fortschreiten der Industrialisierung der Lebensmittelproduktion weiter begünstigten.

Und so mancher LOHA muss sich diesen Kritikpunkt durchaus gefallen lassen – denn was bringen soziales und ökologisches Engagement beim täglichen Konsum, wenn die eigene Klima- und Umweltbilanz durch ausgedehnte regelmäßige Urlaubsreisen, durch hybride SUVs und durch überdurchschnittlich große  Wohnungen in City-Lage wieder zu Nichte gemacht werden.
So wie es nicht den einen Konsumenten gibt, so sind auch in diesem Punkt nicht alle LOHAS gleich. Doch das Beispiel zeigt, dass ein offener und konstruktiv geführter Diskurs wünschenswert ist und das im umwelt- und sozialethischen Konsum noch viel Entwicklungspotential liegt.

Eine der jüngeren (Weiter)Entwicklungen, präsentiert sich in Form der so genannten LOVOS-Bewegung (Lifestyle of Voluntary Simplicity).

 

Weitere Informationen und Austausch zum Thema umwelt- und sozialethischer Konsum:

Sie interessieren sich für umwelt- und sozialethischen Konsum, die Zielgruppe der LOHAS, produzieren und vermarkten selbst Bio- oder Öko-Produkte und suchen den inhaltlichen Austausch?

 

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Pierre Schramm
CEO, SKA Network

 

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Social Business - Nutzen vor Gewinnmaximierung
NachhaltigkeitSocial Business

Social Business – Nutzen vor Gewinnmaximierung

Unternehmen der Social Business Economy stellen ihr wirtschaftliches Handeln in den Dienst der Lösung von sozialen und ökologischen Problemen. Ursprünglich wurde das Konzept entworfen, um den Kapitalismus im Sinne der sozialen Gerechtigkeit und der ökologischen Anforderungen zukunftsfähig zu machen. Maßgeblich geprägt hat den Begriff des Social Business der indische Geschäftsmann Muhammad Yunus.

Mit seinem Engagement stellte der Friedensnobelpreisträger (2006) die Wirtschaft in den Dienst des Volkes und propagierte die flächendeckende Gründung von Sozialunternehmen, die nicht der eigenen Gewinnmaximierung sondern dem Nutzen aller dienen sollten. Social Business Unternehmen sind davon geprägt, dass ihre Anteilseigner keine Rendite erhalten, sondern die Überschüsse aus dem Geschäftsbetrieb vollständig reinvestiert werden bzw. zu Gunsten anderer sozialer und gemeinnütziger Projekte eingesetzt werden.

 

Wie hat sich der Markt für Social Business in den letzten Jahren entwickelt?

Dieser „Wirtschaftszweig“ leistet heute einen enormen volkswirtschaftlichen Beitrag – national und weltweit. Man geht davon aus, dass rund 80 Prozent der Menschen in den Entwicklungsländern unter Armut leiden. Und auch in Industrienationen wächst die Zahl derer, die unterhalb der Armutsgrenze leben und denen der Zugang zu Bildung und Wohlstand aufgrund Herkunft, Gesundheitszustand oder anderweitiger Benachteiligung verwehrt ist. Überbevölkerung, Globalisierung und die übertriebene Gewinnorientierung, vor allem internationaler, von den Kapitalmärkten getriebener Konzerne, tragen jeweils zu nicht unerheblichen Teilen zu dieser Entwicklung bei.

Im Zuge mehr und mehr aufgeklärter Konsumenten, wächst jedoch der Druck auf Politik und Wirtschaft. Viele Menschen handeln heute verstärkt nach sozialen und ökologischen Gesichtspunkten und treffen ihre Kaufentscheidung bewusster. Sie engagieren sich stärker für das Gemeinwohl aller. Das veranlasst immer mehr Unternehmen dazu, ihr Handeln und Vorgehen zu überprüfen und dieses verstärkt und freiwillig in den Dienst der „sozialen Gerechtigkeit“ und der Schonung von „natürlichen Ressourcen“ zu stellen.

Eine nachhaltige Unternehmensführung ist für viele Unternehmer und Unternehmerinnen nicht länger mehr eine mögliche Option die in erster Linie dem Imagegewinn dient, sondern eine Selbstverständlichkeit für mehr konsequentes Handeln zum Wohle nachfolgender Generationen und sozial und wirtschaftlich Benachteiligter. Im Zuge dieser Entwicklung steigt auch die Zahl der Social Business Start-ups – in Deutschland sowie international.

 

Welche wirtschaftliche Bedeutung hat das Social Business?

Der Primärzweck eines Social Business besteht in erster Linie darin, zwingende soziale und ökologische Probleme zu lösen. Nutzenmaximierung steht vor Gewinnmaximierung. Im Idealfall ist die Bilanz am Ende dennoch ausgeglichen und das Social Business reinvestiert seine Überschüsse in die Entwicklung der eigenen Projekte oder in andere soziale, gesellschaftliche oder ökologische Projekte und Institutionen.

Durch ihr „soziales Engagement“ stehen Social Business Unternehmen oft im Fokus der Berichterstattung, was sich explizit positiv auf die Wahrnehmung des Unternehmens und indirekt auch auf Parameter wie Kundenloyalität und den Customer Lifetime Value auswirken kann. Sozial engagierte Unternehmen profitieren zudem von einer deutlich höheren Mitarbeiterloyalität und –Bindung, was eine höhere Produktivität und mehr Effizienz mit sich ziehen kann. Unternehmen deren Social Business Strategie jedoch primär Image- und Publicity-Zwecken dient, droht langfristig der gegenteilige Effekt.

 

Wie unterscheiden sich NGOs, NPOs und Social Business?

Die Vorläufer der Social Business Idee waren die Non-Government- und Non-Profit-Organisationen, auch NGOs bzw. NPOs genannt.

Der Begriff NGOs (Nichtregierungsorganisationen) wurde ursprünglich von den Vereinten Nationen (der UNO) eingeführt, um Vertreter der Zivilgesellschaft mit Beteiligung an politischen Prozessen der UNO, von den staatlichen Institutionen abzugrenzen. Heute wird der Begriff NGO von und für Vereinigungen und Interessengemeinschaften be- bzw. genutzt, die sich unabhängig von einer Beziehung zur UNO, sozial-, gesellschaftlich und umweltpolitisch engagieren.

NPOs hingegen dienen gemeinnützigen sozialen, kulturellen oder wissenschaftlichen Zielen (ihrer Mitglieder). Sie treten in Form von Vereinen, Verbänden, Selbstverwaltungskörperschaften, Hilfsorganisationen, gemeinnützige Gesellschaften (gGmbH, gUG oder gAG), Genossenschaften oder Stiftungen auf.

Social Business Unternehmen können nach dieser Definition sowohl Strukturen und Formen von NGOs, NPOs oder eine Kombination aus beiden aufweisen.

 

Wie finanzieren sich Social Business Unternehmen?

Es gibt verschiedene Modelle der Finanzierung. In vielen Fällen verfolgen Social Business Unternehmen gleich mehrerer Erlösquellen. Sie finanzieren sich durch Spenden oder Mitgliedschaften. Andere durch die Vermarktung von sozialen Dienstleistungen und nachhaltigen Produkten. Zudem bieten Förderkreise und Stiftungen Finanzierungen an. Es gibt soziale Beteiligungsgesellschaften, die die benötigten Investitionsmittel in Form von sozialem Risikokapital (Social Venture Capital) bereitstellen. Zudem werden Social Business Unternehmen auch staatlich mit öffentlichen Fördergeldern und Gründerkapitalzuschüssen geförderter.

Oberstes Ziel aller Investitionen ist die möglichst hohe „soziale Rendite“ im Sinne einer positiven gesellschaftlichen Wirkung, dem sogenannten Social Impact.

 

In welche Branchen ist das Social Business relevant?

Social Business Unternehmen finden sich in vielen Branchen wieder. Denkt man an Social Business, denkt man oft an Hilfsorganisationen oder Microfinance-Banking. Und tatsächlich ist Microfinance-Banking eines der beeindruckendsten Beispiele, wie Bankenwesen, frei von Renditetreiberei, zum Wohle aller beitragen kann. Das Microfinance-Banking umfass alle wesentlichen Finanzdienstleistungen einer konventionellen Bank ¬- Mikrokredite (micro credit), Sparkonten (micro savings), Mikroversicherungen (micro insurance), Finanztransfers und Überweisungen und Mikropensionen.

Mikrofinanz-Banken vergeben jedoch Kredite explizit an die Menschen, die aufgrund ihrer schlechten Bonität bei herkömmlichen Bankinstituten kaum eine Chance hätten. Die Begünstigten verwenden die Kredite zum Beispiel für den Aufbau einer beruflichen Existenz. Sie entkommen so nach und nach der Abhängigkeit aus Armut und Transferleistungen und entlasten damit langfristig die Allgemeinheit. Beim Micro Saving fließt ein möglichst großer Teil der von der Bank erwirtschafteten Rendite in Form hoher Zinsen an den Sparer zurück.

Auch in der IT und in der Internet-Economy finden sich viele Beispiele für Social Business Unternehmen – zum Beispiel Grüne Suchmaschinen, die Links zu Green Economy Unternehmern und Produkten explizit hervorheben und den größten Teil ihrer Einnahmen in ökologische und gemeinnützige Projekte investieren.

 

Welche konventionellen Unternehmen betreiben heute Social Business ganz oder in Ansätzen?

Wir leben im Zeitalter der Transformation – grün, digital, nachhaltig. Auch wenn der Großteil der Unternehmen kein Social Business im eigentlichen Sinne betreibt, viele Unternehmen verändern ihr Handeln und ihre Haltung deutlich erkennbar – ganzheitlich oder in Teilen, direkt und indirekt.

Berühmte Vertreter dieser Entwicklung sind Unternehmen wie zum Beispiel der Otto-Versand, der sich für eine nachhaltige Baumwollindustrie in den afrikanischen Staaten einsetzt oder das Pharmaunternehmen Pfizer, das mit seinem Engagement versucht, die medizinische Versorgung in Dorfkliniken armer Ländern zu verbessert. Der Milchproduzent Danone errichtete 2007 eine Joghurtfabrik in Bangladesch. Die hier hergestellten Produkte werden mit lebenswichtigen Nährstoffen angereichert, um eine Mangelernährung der einheimischen Kinder zu verhindern. BASF stellt seine nicht genutzten Patente für soziale Projekte zur Verfügung.

Mit einem Spendenaufkommen von rd. 11 Mrd. Euro lag die Spendenbereitschaft deutscher Unternehmen im Jahr 2011 nahezu auf Rekordniveau (Quelle: Institut der Deutschen Wirtschaft, Köln – 2011)

 

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Nachhaltigkeitsmanagement Weichenstellung
Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeitsmanagement – unternehmerisches Handeln im Einklang

Nachhaltigkeit ist das Umwelt- und Gesellschaftsthema des 21. Jahrhunderts. Nie zuvor haben Verbraucher, Wirtschaft und Politik übergreifend so intensiv darüber nachgedacht und diskutiert, wie soziales, ökonomisches und ökologisches Engagement im Einklang zur Verbesserung der Welt beitragen kann.

Modernen Unternehmen tragen diesen Gedanken durch ein zukunftsorientiertes Nachhaltigkeitsmanagements Rechnung. In den Augen interner und externer Beobachter stellt sich dabei zunehmend die Fragen, welche Ziele Unternehmen mit ihrem Engagement verfolgen und ob deren Handeln mit dem Gedanken der Nachhaltigkeit auch immer vereinbar sind.

Nachhaltigkeitsmanagement AuswirkungenBeim Nachhaltigkeitsmanagement dreht es sich vor allem um die sozial- und umweltverträgliche Sicherung des Unternehmenserfolges, ohne dabei dessen humanen Ressourcen über Gebühr zu beanspruchen,  das ökologische Gleichgewicht zu stören oder das Finanzkapital für kurzfristiges Erfolgsstreben aufzuzehren. Mensch, Unternehmen und Umwelt stehen hier sinnbildlich in Einklang und in Balance. Nachhaltigkeitsmanagement spielt in Unternehmen daher vor allem in der Personalführung und im Umweltmanagement eine wesentliche Rolle.

Das Grundkonzept das hinter dem ganzen steht, ist eigentlich nicht mehr, als dass in jedem Unternehmen überlegt werden muss, welche ökologischen, sozialen und ökonomischen Ziele erreicht werden sollen und mit welchen Schritten man diese erreichen kann. Die unternehmerische Gesellschaftsverantwortung beschreibt dabei den freiwilligen Beitrag eines Unternehmens zu einer nachhaltigen Entwicklung in den Bereichen der eigentlichen Geschäftstätigkeit, dem Gedanken des Umweltschutzes und der Qualität der Beziehungen zu den Mitarbeitern, die weit über die Forderungen des Gesetzgebers hinausgehen.

 

Was bedeutet Nachhaltigkeitsmanagement in modernen Unternehmen?

Der Gedanke der nachhaltigen Unternehmensführung verfestigt immer stärker in den Köpfen der Chefetagen. Es zeigt sich immer wieder, dass es sich auszahlt, wenn man die Strukturen einer Firma so aufbaut, dass sie sowohl ökologisch als auch sozial verträglich sind. Schließlich ist es kein Geheimnis, dass zufriedene Mitarbeiter auch (freiwillig) mehr leisten, bessere Ergebnisse hervorbringen und positiver über ihren Arbeitgeber erzählen.

 

Welche Bereiche umfasst eine nachhaltige Unternehmensführung konkret?

Eine nachhaltige Unternehmensführung umfasst konkret drei Aspekte. Die ökonomische Seite, die ökologische Seite und die soziale. In einem Satz zusammengefasst könnte dies für Unternehmen heißen, dass man nur von den Zinsen und nicht vom Kapital leben und wirtschaften sollte. Dies würde auch den Ursprung des Begriffes der Nachhaltigkeit widerspiegeln. Dieser liegt nämlich in der Forstwirtschaft, wo es schon seit über 200 Jahren heißt, dass man nur so viele Bäume fällen soll, wie auch nachwachsen können. Unterm Strich sollten daher nicht nur Gewinne, sondern auch zufriedene Mitarbeiter und ein umweltbewusstes Einsetzen von Rohstoffen und Produktionsmitteln im Fokus des unternehmerischen Engagements stehen.

 

Welche Unternehmen sind für Ihre nachhaltige Unternehmensführung besonders bekannt?

Unternehmen, die den Weg der nachhaltigen Unternehmensführung besonders erfolgreich und akribisch bestreiten, werden seit dem Jahr 2008 mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e.V. ausgezeichnet. 2009 wurde zum Beispiel Werner & Mertz für seine „vorbildliche Umsetzung des Nachhaltigkeitsgedankens“ mit diesem Preis ausgezeichnet. „Die Marke Frosch stehe seit der Markteinführung 1986 für ökologische Nachhaltigkeit auf Produktmarkenebene und sei damit in der Wasch-, Pflege- und Reinigungsmittelbranche ein Öko-Pionier“, so die Jury.

Aber nicht nur ausschließlich „grüne“ Produzenten sondern auch Unternehmen wie z. B. die nachhaltige GSL-Bank, der Softwarekonzern SAP und der Glasriese SCHOTT wurden bereits mehrfach für ihre besonders nachhaltige Unternehmensführung und ihren wertvollen Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.

 

Welche Vorteile haben Unternehmen von einer nachhaltigen Unternehmensführung?

Nicht nur die Natur und die Mitarbeiter profitieren von der nachhaltigen Unternehmensführung. Das gesamte Unternehmen kann durch konsequentes Umsetzen einer Nachhaltigkeitsagenda seine Kosten durch Energie- und Ressourceneinsparungen sowie durch Prozessoptimierung senken. Zudem profitieren sie von deutlich zufriedeneren Mitarbeitern, was für ein gesundes Arbeitsklima sorgt und sich letztendlich in höherer Produktivität sowie in einer gesteigerten Produkt- und Servicequalität wiederspiegelt. Das Unternehmensimage steigt sowie dessen Reputation nach innen und nach außen.

Nachhaltigkeitsmanagement zahlt somit auch unmittelbar auf eine höhere Kundenloyalität, ein bessres Image und einen wertsteigernden Customer Lifetime Value ein. Etwaige zunächst entstehende Mehrkosten der nachhaltigen Unternehmensführung amortisieren sich somit zwangläufig durch verbesserte Ertragsseite.

 

Welche Auszeichnungen für besonders nachhaltig geführte Unternehmen gibt es?

In Deutschland zählt der Deutsche Nachhaltigkeitspreis zu den öffentlichkeitswirksamsten Auszeichnungen im Nachhaltigkeitsmanagement. Ausgezeichnet werden hier Unternehmen aus Deutschland, die durch konsequentes Nachhaltigkeitsmanagement in der Unternehmens- und Markenführung auffallen.

Unternehmen, die die von der Internationale Organisation für Normung (ISO) aufgestellten Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem und entsprechende  Umweltleistung im Sinne eines kontinuierlichen Verbesserungsprozess erfüllen, werden mit der Umweltmanagementnorm ISO 14001 ausgezeichnet.

 

Gibt es Studiengänge für Nachhaltigkeitsmanagement?

Der Bedeutung des Themas Rechnung tragend, ist der Nachhaltigkeitsgedanke inzwischen auch an den deutschen Hochschulen angekommen. Viele Universitäten und Eliteschulen bieten (überwiegend) Masterstudiengänge für Nachhaltigkeit- und Eco Management an. So zum Beispiel die HNE Eberswalde, die sich ausschließlich auf eine nachhaltige Entwicklung spezialisiert hat und einen weiterführenden Studiengang zum Nachhaltigkeitsmanagement anbietet. Aber auch andere Hochschulen bieten im Bereich der Wirtschaftswissenschaften Spezialisierungen zu einer nachhaltigen Unternehmensführung an.

In Kürze finden Sie hier eine Liste mit führenden deutschen Universitäten und Business Schools Studiengängen zum Nachhaltigkeitsmanagement und Eco Management.

 

Weitere Informationen und Austausch zum Thema Nachhaltigkeitsmanagement

Sie interessieren sich für nachhaltige Unternehmensführung, wollen mehr über die Auswirkungen von Nachhaltigkeitsmanagement auf die Kundenloyalität erfahren, planen die Implementierung eines Nachhaltigkeitsmanagements oder suchen den inhaltlichen Austausch?

 

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Unser nachhaltiges Engagement

Wir stehen für eine ganzheitlich, nachhaltige Unternehmenskultur. Im Zentrum unseres Engagements steht  die freiwillige Selbstverpflichtung. Wir sind der Überzeugung, dass Nachhaltigkeit im Zentrum unternehmerischen Handelns stehen muss.

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