Kategorie: Nachhaltigkeitsmanagement

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GREEN BRANDS Umweltauszeichnung für PRIMAVERA LIFE

PRIMAVERA LIFE erhält Umweltauszeichnung GREEN BRANDS erneut

Hamburg (ots) – Dass nachhaltiges Denken und Handeln bei PRIMAVERA LIFE keine Lippenbekenntnisse sind, sondern nachprüfbar ganzheitlich und authentisch gelebt werden, wird mit der Umweltauszeichnung GREEN BRANDS Germany 2015/2016 erneut bewiesen.

Das Zertifikat wurde am Wochenende anlässlich des Rosenfests bei PRIMAVERA im Allgäu den Unternehmensgründern Ute Leube und Kurt L. Nübling überreicht. Die im Zuge des Generationenwechsels berufenen neuen Geschäftsführer Uta Landt und Titus Kaufmann freuten sich beim Übergabetermin auch sehr über die erneute Auszeichnung. Die erstmals 2013 an PRIMAVERA verliehene Auszeichnung GREEN BRANDS wurde in einem aufwändigen Re-Validierungsverfahren für weitere zwei Jahre bestätigt. Dabei werden umwelt- und nachhaltigkeitsaffine Parameter geprüft und mit den Daten der Ersterhebung aus 2013 verglichen. Unternehmenszweck, Umweltmanagementsysteme, Energie- und Ressourcenverbrauch, Abfallstrategien aber auch interne und externe Bewusstseinsbildungsmaßnahmen etc. kommen bei GREEN BRANDS somit immer wieder auf den Prüfstand. Absicht der Turnus-Prüfung ist die kontinuierliche Verbesserung der Werte.

Kontrolliert biologischer Anbau und Vielfalt – seit 1986

Seit Unternehmensgründung 1986 engagiert sich der Öko-Pionier PRIMAVERA für kontrolliert biologischen Anbau und biologische Vielfalt. Als führender Hersteller 100 % naturreiner ätherischer Öle und zertifizierter Bio- & Naturkosmetik unterhält PRIMAVERA seit nahezu 30 Jahren direkten Kontakt zu Anbaupartnern weltweit. Faire Verträge, zertifiziert biologischer Anbau sowie Abnahmegarantien sind in der eigenen Unternehmensphilosophie verankert. Die Herstellung der hochwertigen Gesundheitsprodukte aus den Bereichen Aromatherapie und zertifizierter Bio-Naturkosmetik findet ausschließlich am Firmensitz in Oy-Mittelberg statt. Jahrzehntelange Aromatherapie-Erfahrung und ein unerschöpflicher Wissensschatz um die Heilsamkeit ätherischer Öle und nativer Pflanzenöle machen die PRIMAVERA-Produkte nicht nur besonders wirksam, sondern stehen auch für naturverbundene Authentizität. PRIMAVERA beschäftigt am Firmensitz 185 Mitarbeiter und ist heute in 28 Ländern vertreten.

Kurt Ludwig Nübling, Unternehmensmitgründer, freut sich über die guten Ergebnisse der GREEN BRANDS Re-Validierung: „Wir sind zu 100 % von der Natur abhängig und können nicht ohne sie leben. Wenn wir uns nicht mit aller Kraft für ihren Erhalt einsetzen, entziehen wir uns unsere eigene Lebensgrundlage. GREEN BRANDS untersucht die Verankerung des Umweltgedankens in den Betrieben. Es ist gut, dass wir nun ein aussagekräftiges Siegel haben, das unsere täglichen Anstrengungen darstellt.“

Norbert Lux, CCO der internationalen GREEN BRANDS Organisation: „Die Gelegenheit, das Zertifikat zu den GREEN BRANDS Germany 2015/2016 an das Management von PRIMAVERA anlässlich eines so großartigen Festes zu überreichen, ist einzigartig. Das hervorragende Resultat der Re-Validierung von PRIMAVERA bestätigt eindrucksvoll, dass das Unternehmen keine grüne Lippenbekenntnisse betreibt, sondern Nachhaltigkeit von Grund auf sehr ernst nimmt und täglich mit seinem Handeln bestens praktiziert. Dies gilt nicht nur für den Moment sondern seit Jahrzehnten hinweg. Ich bin mir sicher, dass der eingeschlagene Weg nicht verlassen wird. Ganz im Sinn der Bewahrung der Schöpfung auch für die Enkelkinder unserer Enkelkinder.“

Uta Landt und Titus Kaufmann – beide PRIMAVERA-Geschäftsführer – sind sich einig, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Bio-Bereich kontinuierlich im Wandel befinden. Umso wichtiger ist es, dem Markenkern in seiner Bandbreite treu zu bleiben. Uta Landt: „Wir werden alles daran setzen, diese unternehmerische Vorbildfunktion von PRIMAVERA im Bereich Nachhaltigkeit weiter zu festigen und unsere Bio-Sortimente stetig zu verbessern.“

Über GREEN BRANDS

GREEN BRANDS – seit 2011 in Österreich und 2012 in Deutschland aktiv. Die internationale, unabhängige Brand-Marketing-Organisation GREEN BRANDS zeichnet nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und ökologisch orientierte Unternehmen aus. Mit dem GREEN-BRANDS-Siegel werden Marken geehrt, die nachweisbar ökologische Nachhaltigkeit praktizieren und somit eine hohe nationale, wie internationale Anerkennung verdienen. Mittelständische Unternehmen stehen im besonderen Fokus der Jury, die mit Institutionen aus den Bereichen Umwelt-/Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit, aber auch aus den Bereichen der Marktforschung zusammenarbeitet. Durch den turnusmäßigen Datenabgleich soll das Bewusstsein für eine kontinuierliche Verbesserung der Werte unterstützt werden.

Weitere Infos über www.Green-Brands.org

Pressekontakt:

Norbert Lux
Tel: 0911 – 97 99 599
email: Norbert.Lux@green-brands.org

Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltige Marken wachsen schneller

Unilevers  Sustainable Living Plan wirkt sich positiv auf nachhaltige Marken aus.

Hamburg, 21. Mai 2015 , Wien, Thayngen (ots)

  • Unilever Marken mit Nachhaltigkeitsversprechen verzeichnen
    global zweistelliges Wachstum
  • Einsparungen von 400 Mio. Euro in der Lieferkette durch
    Nachhaltigkeitsinitiativen erzielt
  • Unilever legt vierten Fortschrittsbericht zum
    Nachhaltigkeitsplan vor

Vier Jahre nach der Einführung des ehrgeizigen und weitreichenden Nachhaltigkeitsplans, dem Unilever Sustainable Living Plan (USLP), verzeichnet das Unternehmen eine wachsende, positive Auswirkung auf das Geschäft.

Besonders von diesem Engagement profitieren Marken, die ein Nachhaltigkeitsversprechen in ihrem Kern tragen. Marken, wie Dove, Lifebuoy, Ben & Jerry’s und Comfort erzielten in den vergangenen drei Jahren ein bis zu zweistelliges Wachstum. Sie leisten damit einen überdurchschnittlichen Beitrag zu dem großen Ziel des Unternehmens, den Umsatz zu verdoppeln, gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu halbieren, so wie den positiven sozialen Einfluss zu steigern.

Der vierte Fortschrittsbericht zum Nachhaltigkeitsplan macht deutlich, wie stark die Integration von Nachhaltigkeit in Unilevers Geschäftsstrategie zu Wachstum und Kosteneffizienz führt, und darüber hinaus eine Risikovorsorge für die Zukunft ist.

In Deutschland präsentierte Paul Polman, CEO Unilever, gemeinsam mit Ulli Gritzuhn, General Manager, Unilever Deutschland, den Fortschrittsbericht vor Vertretern aus Nichtregierungsorganisationen, Politik, Wissenschaft und Unternehmen in Hamburg.

„Wir führen unser Geschäft in einer sich ständig wandelnden Welt, die geprägt ist von sozialer Ungleichheit, wachsender Bevölkerung und Klimawandel. Dieser Entwicklung müssen wir uns als Unternehmen anpassen. Konkret heißt das, wenn wir weiter wachsen wollen, müssen wir über unsere gesamte Wertschöpfungskette hinweg, radikal anders arbeiten als bisher. Genau das fordern auch die Konsumenten von uns. Sie verlangen immer häufiger nach Marken, die eine nachhaltige Lebensweise unterstützen. Diese Marken, die „Sustainable living brands“ machten in 2014 die Hälfte des Unternehmenswachstums aus und wachsen doppelt so schnell, wie der Rest des Geschäfts“, sagte Paul Polman.

Fortschrittsbericht macht Herausforderungen deutlich

Der vierte Fortschrittsbericht zeigt, in welchen Bereichen das Unternehmen auf einem guten Weg ist, die Ziele des 2010 vorgestellten USLPs, zu erreichen. In einzelnen Bereichen aber, bleiben Herausforderungen groß. So hat Unilever es sich zum Ziel gesetzt, seinen Umwelteintrag über die gesamte Produktwertschöpfungskette zu reduzieren. Dazu gehört auch die Verwendung des Produktes durch den Verbraucher. In dieser Phase hängt die Reduzierung des Umwelteintrages von einem Wandel des gesamten Marktes ab. Hier strebt Unilever eine verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern aus Zivilgesellschaft, Industrie, Handel, Politik und Wissenschaft an. Positiv dagegen sind die großen Fortschritte innerhalb von Unilevers globaler Lieferkette:

  • Über 55% der landwirtschaftlichen Rohwaren stammen aus
    nachhaltigem Anbau
  • Seit 2008 hat das Unternehmen seinen CO2 Ausstoß aus Energie um
    37% reduziert
  • 33% der Produkte aus den Bereichen Lebensmittel und Getränke
    erfüllen jetzt die höchsten Ernährungsstandards.

Insgesamt hat der Nachhaltigkeitsplan seit 2010 zu Einsparungen von über 400 Millionen Euro in der Produktion geführt.

„Unilever in Deutschland, Österreich und die Schweiz hat einen großen Anteil an diesem Erfolg – und es ist klar: wir werden unsere Nachhaltigkeitsziele nur erreichen, wenn diese Länder auch in Zukunft eine Vorreiterrolle einnehmen“, so Paul Polman weiter.

Der detaillierte Fortschrittsbericht steht hier als PDF zum Download bereit Unilever Sustainable Living Plan (USLP) sowie hier weitere Informationen zu Unilevers Nachhaltigkeitsengagement.

Über Unilever

Unilever ist ein international führender Konsumgüterhersteller. Das Unternehmen vertreibt in über 190 Ländern Lebensmittel, Körperpflegeprodukte, Waschmittel und Haushaltsreiniger, die jeden Tag von rund 2 Milliarden Verbraucherinnen und Verbrauchern genutzt werden. Unilever beschäftigt weltweit über 172.000 Mitarbeiter und erzielte 2014 einen Umsatz von 48,4 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet der Konsumgüterhersteller in Schwellen- und Entwicklungsländern (57% in 2014). Zu Unilever gehören einige der weltweit bekanntesten und beliebtesten Marken wie Rama, Knorr, Becel, Bertolli, Lätta, Lipton, Dove, Duschdas, Axe, Rexona, Coral, Langnese und Ben & Jerry’s.

Unilever hat es sich zum Ziel gesetzt bis 2020,

  • das Unternehmenswachstum von dem Umwelteinfluss zu entkoppeln,
  • mehr als einer Milliarde Menschen dabei zu unterstützen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern,
  • und die Lebensbedingungen von Millionen von Menschen zu
    steigern.

Unilever belegt auch 2014 wieder die Spitzenposition als nachhaltigstes Unternehmen im Bereich Lebensmittel im Dow Jones Sustainability Index. In Deutschland ist Unilever mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2012 in der Kategorie „Nachhaltigste Zukunftsstrategie“ ausgezeichnet worden. Auf LinkedIn zählt Unilever zu den Top 3 der am meisten nachgefragten Arbeitgeber.

Informationen zum Unilever Sustainable Living Plan erteilt Konstantin Bark telefonisch (+49 40 3493 1164) sowie per E-Mail an mediarelations.de@unilever.com.

Quelle: OTS

AllgemeinNachhaltigkeitNachhaltigkeitsmanagement

Dr. Theo Zwanziger spricht über Nachhaltigkeit im Fußball

„Nachhaltig arbeitende Clubführungen werden kommen“

Dr. Theo Zwanziger  © DFB

Dr. Theo Zwanziger © DFB

Wir freuen uns! Die Woche fängt ja fantastisch an – Ex-DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger im Interview mit Nachhaltigkeit im Fußball-Gründer und SKA Network Geschäftührer Pierre Schramm und unserer Redaktionskollegin Susanne Blech. Im Interview spricht über die Kraft des Fußballs die Gesellschaft zu verändern, mit Tabus zu brechen und Barrieren abzubauen. Er prophezeit: „Nachhaltig arbeitende Clubführungen werden kommen“.

Als DFB Präsident hat Theo Zwanziger maßgeblich zur Enttabuisierung  des Fußballs bei den Themen wie Homophobie und Spielerdepression beigetragen. Er setzte sich wie kein DFB Präsident vor ihm für die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs ein. Theo Zwanziger steht für Gerechtigkeit, Toleranz und Vielfalt. „Fußball ist Zukunft“ bedeutet für ihn ganzheitlich wertorientiertes Handeln, Bildung und Erziehung für eine menschliche Gesellschaft.

Für seine Verdienste um den deutschen Fußball wurde Dr. Theo Zwanziger mit der Goldenen Ehrennadel des DFB geehrt, für sein gesellschaftliches Engagement 2009 mit dem Leo-Baeck-Preis geehrt und 2012 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Vielen Dank Herr Dr. Zwanziger für dieses Interview.

Das vollständige Interview „Nachhaltig arbeitende Fußball Clubführungen werden kommen“ von Dr. Theo Zwanziger lesen Sie auf Nachhaltigkeit im Fußball.de.

Für Fragen zum Informationsportal und zur Initiative Nachhaltigkeit im Fußball kontaktieren Sie uns bitte hier.

Über Dr. Theo Zwanziger

Als DFB Präsident hat Zwanziger maßgeblich zur Enttabuisierung  des Fußballs bei den Themen wie Homophobie und Spielerdepression beigetragen. Er setzte sich wie kein DFB Präsident vor ihm für die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs ein. Theo Zwanziger steht für Gerechtigkeit, Toleranz und Vielfalt. „Fußball ist Zukunft“ bedeutet für ihn ganzheitlich wertorientiertes Handeln, Bildung und Erziehung für eine menschliche Gesellschaft.

Für seine Verdienste um den deutschen Fußball wurde er mit der Goldenen Ehrennadel des DFB geehrt, für sein gesellschaftliches Engagement 2009 mit dem Leo-Baeck-Preis geehrt und 2012 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.


Bild-Quellen:

Dr. Theo Zwanziger I © DFB

 

NAchhaltigkeit im Zentrum unternehmerischen Handelns
Nachhaltigkeitsmanagement

Unternehmer – die tragende Säule ökologischer Nachhaltigkeit

Wenn es um die verantwortungsvolle Nutzung der natürlichen Ressourcen geht, halten Wirtschaft und Unternehmen die Fäden maßgeblich in der Hand. Ihre Entscheidungen zu strategischen Themen, unter anderen über den Ressourceneinsatz, die Standortauswahl, die Produktionsabläufe und -Effizienz, die Rohstoffauswahl und sowie zur Deckung des Energiebedarfs, wirken sich nicht nur unmittelbar auf das eigene Niveau der ökologische Nachhaltigkeit aus, sondern spiegeln sich gleichermaßen in der Ökobilanz der Wirtschaft und der Gesellschaft im Allgemeinen wieder.

Als Dienstleister im strategischen Marketingumfeld, so mag man meinen, ist der Handlungsspielraum eines Unternehmers für den aktiven Beitrag zum Umweltschutz begrenzt. In einem Dienstleistungsunternehmen werden keine Produkte hergestellt, kommen keine Rohstoffe zum Einsatz und es werden auch keine Waren und Güter vom A nach B transportiert. Doch die Möglichkeiten, die jeder Unternehmer/jedes Unternehmen hat, maßgeblich zur sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit im Sinne zukünftiger Generationen beizutragen sind größer, als mancher Denkt. Dies gilt inzwischen für nahezu jede Branche – selbst in so außergewöhnlichen Nischen-Branchen wie im Bundesliga-Fußball schlummern erhebliche Potentiale für Nachhaltigkeit und nachhaltige Clubführungen.

Ich persönlich vertrete die Ansicht; für den Umweltschutz allgemein ist das ökologische Engagement der Unternehmer bzw. der Wirtschaft und deren Interessensvertreter, von essentieller Bedeutung. Eine erfolgreiche Umweltpolitik ist ohne die Mithilfe der Unternehmen kaum definitiv nicht mehr möglich. Der konsequente Einsatz für die Umwelt ist daher für jeden Unternehmer, gleich welchen Typs, nicht als eine Option zu verstehen, sondern ein absolutes Muss. „Nachhaltigkeit muss im Zentrum unternehmerischen Handelns stehen“ – sowohl in der strategischen als auch auf in der operativen Dimension der Unternehmensführung. Sowohl auf der Meta-(Management)Ebene sowie bei jedem Einzelnen – über alle Organisationsbereiche hinweg, auf jeden Arbeitsablauf heruntergebrochen bis hin auf die Ebene eines jeden einzelnen Mitarbeiters im Unternehmen.

Von den unerlässlichen Belangen für Umwelt und Natur mal ganz abgesehen, rentiert sich sie ökologisch nachhaltige Unternehmensführung gleich mehrfach. Sowohl auf der Kosten- als auch auf der alles entscheidenden Umsatzseite verbergen sich für Unternehmen enorme Potentiale, den der nicht unerhebliche Teil der relevanten Verbraucher achten inzwischen sehr auf die umweltschonende Herstellung der von ihnen konsumierten Güter. Unternehmen, die nach umweltrelevanten Gesichtspunkten wirtschaften, verbessern damit ihr Image, erhöhen ihre Erfolgschancen, sind wettbewerbsfähiger und haben im Rennen um die alles entscheidende Kundenloyalität perspektivisch die Nase vorn.

 

Umweltschutz im Unternehmen – was Sie wissen müssen

Lohnt sich der Umweltschutz im Unternehmen überhaupt für meinen Betrieb?

Ein gut durchdachtes Umweltschutzmanagement lohnt sich für jeden Betrieb, ganz egal wie groß das Unternehmen ist und wie viele Mitarbeiter es beschäftigt. Gerade kleinere Firmen profitieren von dem enormen Imagegewinn und haben zudem die Möglichkeit, durch verschiedene Maßnahmen, zum Beispiel durch eine Verringerung des Material- und Stromverbrauchs, viel Geld zu sparen. Die vielen kleinen und mittleren Betriebe können als Ganzes enorm viel leisten, wenn sie den Umweltschutz im Unternehmen gemeinschaftlich praktizieren.

Es sind insbesondere die kleineren Betriebe die vor allem öffentlichkeitswirksam in ihrer ansässigen Region durch Imagegewinn und Zuspruch von ihrem nachhaltiges Engagement profitieren. Der Trend zum Kauf von mehr regionalen Produkten spielt diesen Unternehmen durch ihr Engagement zusätzlich in die Karten. Den Umweltsünder vor der eigenen Haustür will keiner.

 

Welche Maßnahmen kann ich als Unternehmer sofort ergreifen?

Wenn Sie Ihr Unternehmen umweltfreundlicher managen möchten, dann können Sie sofort damit beginnen. Eine Verbesserung hin zur Nachhaltigkeit ist jederzeit möglich. Es sind die vielen kleinen Dinge, die einen großen Beitrag für die Umwelt leisten. Ein paar Beispiele, die sich kurzfristig ohne großen zusätzlichen finanziellen und Ressourcenaufwand realisieren lassen:

Wer zu grünem Strom wechselt oder selbst Ökostromproduzent wird, schont die Ressourcen und unterstützt die Nutzung regenerativer Energiequellen. Auch der Wechsel zu einer Nachhaltigkeitsbank fördert den Umweltschutz indirekt auf eine effektive Weise. Grundsätzlich ist es sinnvoll den Verbrauch, sei es Strom, Wasser oder Rohstoffe zu reduzieren. Das schont nicht nur die Umwelt sondern drückt zusätzlich die Kosten. Bei der Anschaffung der Betriebsmittel lohnt es sich, auch auf ökologische Aspekte und die entsprechenden Umweltzeichen achten. Verwenden Sie zum Beispiel Umweltschutzpapier aus recycelten Rohstoffen, setzen Sie bei der Geschäftsausstattung grundsätzlich auf Produkte die mit Umweltsiegeln ausgezeichnet sind und setzen sie auch auf bei der Gebäudereinigung auf Ökologie. Versuchen Sie, die Zahl der Dienstfahrten zu verringern und stattdessen mehr Video-Konferenzen zu organisieren. Das schont die Reisekosten und die Umwelt.

Arbeiten Sie bevorzugt mit Geschäftspartnern zusammen, die die Ansichten Ihres Unternehmens in Sachen Umweltschutz teilen und sich ebenfalls für diesen stark machen. Das betrifft insbesondere die Lieferantenauswahl und die Ihrer Dienstleister.

Sie können für die Umwelt etwas Gutes tun und zugleich das Image Ihres Unternehmens fördern, wenn Sie sich für verschiedene Umweltprojekte stark machen, wirtschaftlich und inhaltlich fördern oder diese im Idealfall selbst initiieren. Zeigen Sie sich verantwortlich für ökologische, soziale und gesellschaftliche Belange und lassen Sie die Öffentlichkeit davon wissen.

 

Was kann ich als Unternehmer für den Umweltschutz noch tun?

Als Unternehmer können Sie sowohl intern als auch extern sehr viel für den Umweltschutz tun. Wer bereits innerhalb des Betriebs alles das verbessert hat, was es zu optimieren gibt, kann sich auch persönlich dafür einsetzen, dass andere Unternehmer dem eigenen Vorbild folgen. Vor allem Inhaber erfolgreicher und renommierter Firmen verfügen in dieser Hinsicht über ein enormes Vorbildpotential. Läuft es in Ihrem Unternehmen in Sachen Umweltschutz besonders gut, dann laden Sie andere Unternehmer dazu ein, sich ein Bild von Ihren Fortschritten und den Ergebnissen zu verschaffen. Zeigen Sie, wie es geht und wie sich das Engagement für Umwelt, Gesellschaft und die wirtschaftliche Situation Ihres Unternehmens bezahlt macht und motivieren Sie sie dazu diese Maßnahmen im eigenen Betrieb ebenfalls anzuwenden.

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt sind die positiven Auswirkungen Ihres ökologischen Engagements auf Ihre Mitarbeiter. Mitarbeiter schätzen es, wenn das Engagement ihres Arbeitgebers über die eigene Profitorientierung hinausgeht. Sie erzählen ihren Freunden davon. Sind stolz darauf, Teil dieses Engagements zu sein. Sie schätzen es, dass ihr Arbeitgeber ökologische und somit auch regional relevante gesellschaftliche Verantwortung trägt. Fordern Sie also Ihre Mitarbeiter auf, aktiv am Prozess der nachhaltigen Unternehmensführung teilzunehmen. Kommunizieren Sie. Zeigen Sie Ihnen die Vorteile und die Ergebnisse Ihres Engagements. Binden Sie sie abteilungs- und verantwortungsübergreifend in Projekte und Maßnahmen ein. Sie werden erstaunt sein, wie viel kreatives Potential hier freigesetzt werden kann.

 

Welche Zertifizierungen gibt es für den Umweltschutz im Unternehmen?

In Sachen Umweltschutz besonders engagierte und erfolgreiche Unternehmen werden ausgezeichnet bzw. können sich als nachhaltiges Unternehmen zertifizieren lassen. Die beiden wichtigsten Qualitätssiegel für betrieblichen Umweltschutz stellen wir Ihnen nachfolgend kurz vor:

Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, können nach der international gültigen Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert werden. Das Unternehmen erfährt dadurch einen deutlichen Imagegewinn und tritt öffentlichkeitswirksam in Erscheinung. In der Verbraucherwahrnehmung wird die ISO-Zertifizierung in etwa mit dem TÜV-Gütesiegel gleichgesetzt. Unternehmen, die sich nach ISO 14001 zertifizieren lassen wollen, sind aufgefordert, eine klar erkennbare betriebliche Umweltstrategie zu verfolgen und im Rahmen eines Umweltmanagementsystems konkrete Umweltziele sowie detaillierte Maßnahmen festzulegen. Zu den umweltstrategischen Zielen gehören unter anderem die Reduktion von Abwässern, Abfällen und schädlichen Emissionen sowie die Einsparung von Energie und Rohstoffen.

Das Eco-Management and Audit Scheme, auch als EMAS oder EU-Öko-Audit bekannt, ist ein von der Europäischen Union entwickeltes Umweltmanagement- und Betriebsprüfungskonzept, das das Ziel verfolgt, die unternehmerische Umweltleistung zu optimieren. Die Zertifizierung erhalten bei entsprechender Eignung Produktions- und Dienstleistungsunternehmen, überstaatliche Organisationen, Verwaltungen und ähnliche Einrichtungen. Die Auditierung erfolgt durch eine Umwelterklärung durch den Betrieb. Sie beinhaltet unter anderem die jeweiligen Umweltziele, die Auswirkungen auf die Umwelt und die Umweltleistungen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Umweltmanagementnorm ISO 14001 und EU-Öko-Audit EMAS.

 

Was passiert, wenn wir Unternehmer den Umweltschutzgedanken nicht mittragen?

Unser gesamtes Wirtschaftssystem, einschließlich der Verwirklichung des Nachhaltigkeitsgedanken ist letztendlich vom Handeln von uns Unternehmern abhängig. Ob wir es wahr haben wollen oder nicht, wir sind es, die die Konsumgüter produzieren, sie zu unseren Kunden transportieren, die Dienstleistungen anbieten, dafür weite Strecken zurück legen und zudem einen Großteil des Energiebedarfs für unsere Unternehmenszwecke nutzen.

Ein nicht umweltgerechtes Agieren hätte demnach ernsthafte Konsequenzen für Natur und Menschen, in deren Folge auch unsere unternehmerische Zukunft ernsthaft gefährdet ist. Ressourcenknappheit träfe das produzierende Gewerbe besonders hart. Viele Firmen müssten um ihre Existenz kämpfen. Vor allem die steigenden Energiepreise und die Deckung der Kosten für Umweltfolgeschäden wären für das Gros eine finanzielle Herausforderung die kaum zu stemmen wäre.

 

Sie sind umweltbewußter Unternehmer, interessieren sich für Green Online Marketing oder sind selbst Founder eines Green Economy-Unternehmens?  Dann freue ich mich über Ihren Kommentar zu diesem Artikel und den inhaltlichen Austausch.

Pierre Schramm
CEO, SKA Network

 

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