Kategorie: Nachhaltigkeit

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Online Marketing – Attributionsmodell in der Online-Werbung

Im Online Marketing Mix ist Display-Werbung tot. So lautet das vielzitierte (Vor)Urteil in der Online-Werbung.

Online Marketing Experte Alexander Holm, Founder & CEO vom Online Werbenetzwerk und Vermarkter für nachhaltige Medien, initiative-n.

Online Marketing Experte Alexander Holm, Founder & CEO vom Online Werbenetzwerk und Vermarkter für nachhaltige Medien, initiative-n.

Ein Gastbeitrag von Online Marketing Experte Alexander Holm, Founder & CEO vom Online Vermarkter für nachhaltige Publisher und Advertiser initiative-n.

„Display-Werbung ist tot.“ So in etwa wird eine der meistgenutzten Formen der Internet-Werbung schon seit Jahren betitelt. Und wissen Sie was? Sie lebt noch immer.

Die so genannten Banner durchleben einfach nur die typischen Produktlebenszyklen. Das Wachstum ist abgeschlossen, die Reife-Phase ist erreicht – mindestens. Doch auf was für einem Niveau halten sich nach wie vor die Banner: Sie erreichen in westlichen Ländern annähernd 90% und in den nördlichen Staaten sogar weit mehr als 90% der Bevölkerung und nicht weniger als 16% aller User klicken auf diese Werbeform. Im Online Marketing Mix sind Banner und Displaywerbung in Sachen Markenaufbau und Markenawareness essentiell.

Was meinen also die Leute, die davon sprechen, dass Display-Werbung auf dem absteigenden Ast sei und bei der Vielfalt von Online Marketing Instrumenten eigentlich überhaupt keinen Sinn mehr macht? Es geht ihnen um eine einzige Zahl. Ein KPI (“Key Performance Indicator”), der über Tod oder Leben entscheidet – entschieden hat?!

Die vielzitierte Click-Through-Rate (CTR)

Ja, die CTR von Display-Werbung ist während der letzten Jahre gesunken und die Standard-Formate erreichen nur noch sehr wenige Klicks. Was allerdings nicht bedeutet, dass diese Form der Werbung die User nicht mehr erreicht. Dieses zu vermuten wäre ein Trugschluss und es gibt reichlich Studien, die beweisen, dass Banner-Werbung im Online Marketing auch ohne Klicks funktioniert.

Entscheidend ist, dass sich der Banner von der CTR befreit. Naja, vielleicht nicht komplett davon lossagt, aber zumindest sollten weitere Perspektiven hinzugezogen werden, um dessen gesamte Wertigkeit beurteilen zu können.

Attributionsmodell und Conversion

Mit folgendem Beispiel möchte ich diese Behauptung unterstreichen – mal völlig losgelöst von Branding-Kampagnen, bei denen es überhaupt nicht auf Klicks, bzw. die CTR ankommt:

Ein Internet-User besucht eine beliebige Website und wird aufmerksam auf einen Banner, der den neuen Schuh von Adidas präsentiert. Ohne auf den Banner zu klicken liest der User die weiteren Inhalte der Website und schließt den Browser im Anschluss.

Tags darauf erinnert sich der User an die Werbung, besucht die Suchmaschine seines Vertrauens, sucht und findet eben diesen Schuh und wird weitergeleitet zu der Website von Adidas, wo er den Schuh in den Warenkorb legt.

Noch eine Nacht darüber geschlafen, entscheidet sich der User den Schuh zu kaufen, besucht die Adidas-Website erneut und schließt den Kaufvorgang ab.

Vereinfacht betrachtet und aus Sicht des Werbetreibenden ergibt sich folgendes Bild:

  • 1x wurde der Banner gesehen.
  • 0x wurde der Banner angeklickt.
  • 1x wurde nach dem Schuh gesucht.
  • 1x wurde der Schuh nach der Suche (mit einem Tag Verzögerung) gekauft.

Nicht geklickt und dennoch hat es Klick gemacht

In den meisten Fällen sieht das Attributionsmodell so aus, das entweder keinem externen Partner der Kauf (oder die Conversion) zugewiesen wird, oder lediglich der Suchmaschine, die den User erneut auf die Website von Adidas brachte. Leider wird dabei der ursprüngliche Kontakt zwischen der Marke und dem User über den Banner völlig außenvor gelassen, was bei einer sehr nüchternen Analyse der Kampagne dazu führen kann (und oftmals ist dieses auch der Fall), dass vermehrt Geld in das Suchmaschinen-Marketing und weniger in die Banner-Werbung gesteckt wird.

Diese Maßnahme wiederum führt nun dazu, dass viele potenzielle Kunden gar nicht mehr erreicht werden, sondern nur die User, die aktiv nach dem neuen Schuh über eine Suchmaschine suchen. Die oberflächlich betrachteten Kosten pro Kauf werden gesenkt, aber mindestens genauso die absoluten Abverkäufe und vor allem das Erreichen von potenziellen Neukunden!

Im Online Marketing zählt die Wertschöpfungskette

Die Lösung dieses Problems wäre die ganzheitliche Betrachtung der Wertschöpfungskette, die nicht erst dort beginnt, wo der letzte Werbekontakt mit dem User direkt vor dem Kauf stattfand, sondern – wenn möglich – beim ersten und jedem weiteren Kontakt.

Wer sämtliche Werbekontakte erkennt und ihnen ihre Wertigkeit zuschreibt, der wird schnell zu dem Ergebnis kommen, dass Display-Werbung im Online Marketing Mix – trotz niedriger CTR – alles andere als tot ist.

Display-Werbung im Online Marketing Mix wächst

Statistik: Umsätze mit digitaler Display-Werbung in Deutschland in den Jahren 2013 und 2014 und Prognose für 2015 (in Millionen Euro) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Über initiative-n

initiative-n ist ein Spezialvermarkter für nachhaltige Medien und ist der größte unabhängige Special Interest Werbevermarkter von digitalen, nachhaltigen Medien in Deutschland. Das Missionstatement des Unternehmens ist eindeutig: nachhaltig ausgerichteter Online-Kommunikation ein adäquates Umfeld zu bieten.

Neben überzeugenden Kampagnen-Resultaten, legen Alexander Holm und sein Team höchsten Wert auf Ehrlichkeit und Transparenz und stehen namenhaften Unternehmen sowie Start-Ups mit ihrer langjährige Erfahrung im Online Marketing zur Verfügung.

Kontakt

initiative-n
Wimmelsweg 2
22303 Hamburg

Telefon: 040-50796172
E-Mail: a.holm@initiative-n.com
Web: http://initiative-n.com

Green EconomyNachhaltigkeitsmanagementPressemitteilungen

GREEN BRANDS Umweltauszeichnung für PRIMAVERA LIFE

PRIMAVERA LIFE erhält Umweltauszeichnung GREEN BRANDS erneut

Hamburg (ots) – Dass nachhaltiges Denken und Handeln bei PRIMAVERA LIFE keine Lippenbekenntnisse sind, sondern nachprüfbar ganzheitlich und authentisch gelebt werden, wird mit der Umweltauszeichnung GREEN BRANDS Germany 2015/2016 erneut bewiesen.

Das Zertifikat wurde am Wochenende anlässlich des Rosenfests bei PRIMAVERA im Allgäu den Unternehmensgründern Ute Leube und Kurt L. Nübling überreicht. Die im Zuge des Generationenwechsels berufenen neuen Geschäftsführer Uta Landt und Titus Kaufmann freuten sich beim Übergabetermin auch sehr über die erneute Auszeichnung. Die erstmals 2013 an PRIMAVERA verliehene Auszeichnung GREEN BRANDS wurde in einem aufwändigen Re-Validierungsverfahren für weitere zwei Jahre bestätigt. Dabei werden umwelt- und nachhaltigkeitsaffine Parameter geprüft und mit den Daten der Ersterhebung aus 2013 verglichen. Unternehmenszweck, Umweltmanagementsysteme, Energie- und Ressourcenverbrauch, Abfallstrategien aber auch interne und externe Bewusstseinsbildungsmaßnahmen etc. kommen bei GREEN BRANDS somit immer wieder auf den Prüfstand. Absicht der Turnus-Prüfung ist die kontinuierliche Verbesserung der Werte.

Kontrolliert biologischer Anbau und Vielfalt – seit 1986

Seit Unternehmensgründung 1986 engagiert sich der Öko-Pionier PRIMAVERA für kontrolliert biologischen Anbau und biologische Vielfalt. Als führender Hersteller 100 % naturreiner ätherischer Öle und zertifizierter Bio- & Naturkosmetik unterhält PRIMAVERA seit nahezu 30 Jahren direkten Kontakt zu Anbaupartnern weltweit. Faire Verträge, zertifiziert biologischer Anbau sowie Abnahmegarantien sind in der eigenen Unternehmensphilosophie verankert. Die Herstellung der hochwertigen Gesundheitsprodukte aus den Bereichen Aromatherapie und zertifizierter Bio-Naturkosmetik findet ausschließlich am Firmensitz in Oy-Mittelberg statt. Jahrzehntelange Aromatherapie-Erfahrung und ein unerschöpflicher Wissensschatz um die Heilsamkeit ätherischer Öle und nativer Pflanzenöle machen die PRIMAVERA-Produkte nicht nur besonders wirksam, sondern stehen auch für naturverbundene Authentizität. PRIMAVERA beschäftigt am Firmensitz 185 Mitarbeiter und ist heute in 28 Ländern vertreten.

Kurt Ludwig Nübling, Unternehmensmitgründer, freut sich über die guten Ergebnisse der GREEN BRANDS Re-Validierung: „Wir sind zu 100 % von der Natur abhängig und können nicht ohne sie leben. Wenn wir uns nicht mit aller Kraft für ihren Erhalt einsetzen, entziehen wir uns unsere eigene Lebensgrundlage. GREEN BRANDS untersucht die Verankerung des Umweltgedankens in den Betrieben. Es ist gut, dass wir nun ein aussagekräftiges Siegel haben, das unsere täglichen Anstrengungen darstellt.“

Norbert Lux, CCO der internationalen GREEN BRANDS Organisation: „Die Gelegenheit, das Zertifikat zu den GREEN BRANDS Germany 2015/2016 an das Management von PRIMAVERA anlässlich eines so großartigen Festes zu überreichen, ist einzigartig. Das hervorragende Resultat der Re-Validierung von PRIMAVERA bestätigt eindrucksvoll, dass das Unternehmen keine grüne Lippenbekenntnisse betreibt, sondern Nachhaltigkeit von Grund auf sehr ernst nimmt und täglich mit seinem Handeln bestens praktiziert. Dies gilt nicht nur für den Moment sondern seit Jahrzehnten hinweg. Ich bin mir sicher, dass der eingeschlagene Weg nicht verlassen wird. Ganz im Sinn der Bewahrung der Schöpfung auch für die Enkelkinder unserer Enkelkinder.“

Uta Landt und Titus Kaufmann – beide PRIMAVERA-Geschäftsführer – sind sich einig, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Bio-Bereich kontinuierlich im Wandel befinden. Umso wichtiger ist es, dem Markenkern in seiner Bandbreite treu zu bleiben. Uta Landt: „Wir werden alles daran setzen, diese unternehmerische Vorbildfunktion von PRIMAVERA im Bereich Nachhaltigkeit weiter zu festigen und unsere Bio-Sortimente stetig zu verbessern.“

Über GREEN BRANDS

GREEN BRANDS – seit 2011 in Österreich und 2012 in Deutschland aktiv. Die internationale, unabhängige Brand-Marketing-Organisation GREEN BRANDS zeichnet nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und ökologisch orientierte Unternehmen aus. Mit dem GREEN-BRANDS-Siegel werden Marken geehrt, die nachweisbar ökologische Nachhaltigkeit praktizieren und somit eine hohe nationale, wie internationale Anerkennung verdienen. Mittelständische Unternehmen stehen im besonderen Fokus der Jury, die mit Institutionen aus den Bereichen Umwelt-/Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit, aber auch aus den Bereichen der Marktforschung zusammenarbeitet. Durch den turnusmäßigen Datenabgleich soll das Bewusstsein für eine kontinuierliche Verbesserung der Werte unterstützt werden.

Weitere Infos über www.Green-Brands.org

Pressekontakt:

Norbert Lux
Tel: 0911 – 97 99 599
email: Norbert.Lux@green-brands.org

Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltige Marken wachsen schneller

Unilevers  Sustainable Living Plan wirkt sich positiv auf nachhaltige Marken aus.

Hamburg, 21. Mai 2015 , Wien, Thayngen (ots)

  • Unilever Marken mit Nachhaltigkeitsversprechen verzeichnen
    global zweistelliges Wachstum
  • Einsparungen von 400 Mio. Euro in der Lieferkette durch
    Nachhaltigkeitsinitiativen erzielt
  • Unilever legt vierten Fortschrittsbericht zum
    Nachhaltigkeitsplan vor

Vier Jahre nach der Einführung des ehrgeizigen und weitreichenden Nachhaltigkeitsplans, dem Unilever Sustainable Living Plan (USLP), verzeichnet das Unternehmen eine wachsende, positive Auswirkung auf das Geschäft.

Besonders von diesem Engagement profitieren Marken, die ein Nachhaltigkeitsversprechen in ihrem Kern tragen. Marken, wie Dove, Lifebuoy, Ben & Jerry’s und Comfort erzielten in den vergangenen drei Jahren ein bis zu zweistelliges Wachstum. Sie leisten damit einen überdurchschnittlichen Beitrag zu dem großen Ziel des Unternehmens, den Umsatz zu verdoppeln, gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu halbieren, so wie den positiven sozialen Einfluss zu steigern.

Der vierte Fortschrittsbericht zum Nachhaltigkeitsplan macht deutlich, wie stark die Integration von Nachhaltigkeit in Unilevers Geschäftsstrategie zu Wachstum und Kosteneffizienz führt, und darüber hinaus eine Risikovorsorge für die Zukunft ist.

In Deutschland präsentierte Paul Polman, CEO Unilever, gemeinsam mit Ulli Gritzuhn, General Manager, Unilever Deutschland, den Fortschrittsbericht vor Vertretern aus Nichtregierungsorganisationen, Politik, Wissenschaft und Unternehmen in Hamburg.

„Wir führen unser Geschäft in einer sich ständig wandelnden Welt, die geprägt ist von sozialer Ungleichheit, wachsender Bevölkerung und Klimawandel. Dieser Entwicklung müssen wir uns als Unternehmen anpassen. Konkret heißt das, wenn wir weiter wachsen wollen, müssen wir über unsere gesamte Wertschöpfungskette hinweg, radikal anders arbeiten als bisher. Genau das fordern auch die Konsumenten von uns. Sie verlangen immer häufiger nach Marken, die eine nachhaltige Lebensweise unterstützen. Diese Marken, die „Sustainable living brands“ machten in 2014 die Hälfte des Unternehmenswachstums aus und wachsen doppelt so schnell, wie der Rest des Geschäfts“, sagte Paul Polman.

Fortschrittsbericht macht Herausforderungen deutlich

Der vierte Fortschrittsbericht zeigt, in welchen Bereichen das Unternehmen auf einem guten Weg ist, die Ziele des 2010 vorgestellten USLPs, zu erreichen. In einzelnen Bereichen aber, bleiben Herausforderungen groß. So hat Unilever es sich zum Ziel gesetzt, seinen Umwelteintrag über die gesamte Produktwertschöpfungskette zu reduzieren. Dazu gehört auch die Verwendung des Produktes durch den Verbraucher. In dieser Phase hängt die Reduzierung des Umwelteintrages von einem Wandel des gesamten Marktes ab. Hier strebt Unilever eine verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern aus Zivilgesellschaft, Industrie, Handel, Politik und Wissenschaft an. Positiv dagegen sind die großen Fortschritte innerhalb von Unilevers globaler Lieferkette:

  • Über 55% der landwirtschaftlichen Rohwaren stammen aus
    nachhaltigem Anbau
  • Seit 2008 hat das Unternehmen seinen CO2 Ausstoß aus Energie um
    37% reduziert
  • 33% der Produkte aus den Bereichen Lebensmittel und Getränke
    erfüllen jetzt die höchsten Ernährungsstandards.

Insgesamt hat der Nachhaltigkeitsplan seit 2010 zu Einsparungen von über 400 Millionen Euro in der Produktion geführt.

„Unilever in Deutschland, Österreich und die Schweiz hat einen großen Anteil an diesem Erfolg – und es ist klar: wir werden unsere Nachhaltigkeitsziele nur erreichen, wenn diese Länder auch in Zukunft eine Vorreiterrolle einnehmen“, so Paul Polman weiter.

Der detaillierte Fortschrittsbericht steht hier als PDF zum Download bereit Unilever Sustainable Living Plan (USLP) sowie hier weitere Informationen zu Unilevers Nachhaltigkeitsengagement.

Über Unilever

Unilever ist ein international führender Konsumgüterhersteller. Das Unternehmen vertreibt in über 190 Ländern Lebensmittel, Körperpflegeprodukte, Waschmittel und Haushaltsreiniger, die jeden Tag von rund 2 Milliarden Verbraucherinnen und Verbrauchern genutzt werden. Unilever beschäftigt weltweit über 172.000 Mitarbeiter und erzielte 2014 einen Umsatz von 48,4 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet der Konsumgüterhersteller in Schwellen- und Entwicklungsländern (57% in 2014). Zu Unilever gehören einige der weltweit bekanntesten und beliebtesten Marken wie Rama, Knorr, Becel, Bertolli, Lätta, Lipton, Dove, Duschdas, Axe, Rexona, Coral, Langnese und Ben & Jerry’s.

Unilever hat es sich zum Ziel gesetzt bis 2020,

  • das Unternehmenswachstum von dem Umwelteinfluss zu entkoppeln,
  • mehr als einer Milliarde Menschen dabei zu unterstützen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern,
  • und die Lebensbedingungen von Millionen von Menschen zu
    steigern.

Unilever belegt auch 2014 wieder die Spitzenposition als nachhaltigstes Unternehmen im Bereich Lebensmittel im Dow Jones Sustainability Index. In Deutschland ist Unilever mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2012 in der Kategorie „Nachhaltigste Zukunftsstrategie“ ausgezeichnet worden. Auf LinkedIn zählt Unilever zu den Top 3 der am meisten nachgefragten Arbeitgeber.

Informationen zum Unilever Sustainable Living Plan erteilt Konstantin Bark telefonisch (+49 40 3493 1164) sowie per E-Mail an mediarelations.de@unilever.com.

Quelle: OTS

Transition Town Initiativen - Vertical Gardens
Nachhaltigkeit

Transition Town – „Stadt im Wandel“

Die Transition Town – das Modell einer zukunftsfähigen, ganzheitlich nachhaltigen Gesellschaft?

Nach der erneuerbaren Glühbirne fragen wir uns, was das alles für einen Sinn hat mit der ewigen Mülltrennung, dem Kurzduschen und dem teuren Bioeinkauf. Gerade wenn wir unter unserer kalten Halogenbeleuchtung sitzen, die im Restposten erworbenen Leuchtstoffmittel unseres Nachbarn dauerbrennen sehen und er, wie immer, seine Tüte Gemischtmüll in den Container wirft, kann das Gefühl der Sinnlosigkeit eines einzelnen Klimawandelverhinderers einen überwältigen.

Transition Town Initiativen – auch Städte im Wandel genannt – begegnen diesem Gefühl in der Gemeinschaft. Die im Positiven Sinne treibenden Assoziationen hinter der Bewegungs sind die seit Jahrzehnten anhaltenden Nagativtrends: Maximierung der Ölförderquote, Globalisierung, Raubau, Artensterben und Klimawandel. Mit all ihren Bestrebungen zielen Transition Town Initiativen darauf ab, die lokale Autonomie nachhaltig zu stärken, indem sie sich unabhängig von nicht-erneuerbaren Ressourcen machen und ihre Kohlendioxidemissionen verringern.

Hinter dem Sammelbegriff „Transition Town“ verbergen sich Gemeinden, Dörfer, Städte, ganze Inseln und projektorientierte Initiativen. Der offizielle Status „Transition Town“ kann beim weltweiten Dachverband in Großbritannien beantragt werden, wenn die angestrebte Stadt im Wandel eine Reihe von Kriterien erfüllt, darunter die Bereitschaft von vier bis fünf Menschen eine Führungsrolle zu übernehmen und sich mit anderen bestehenden lokalen Initiativen zu vernetzen.

Väter der Transition Town Bewegung im Jahre 2006 sind Rob Hopkins and Naresh Giangrande. Aus ihren Bemühungen erwuchs der Dachverband „Transition Town Network“. Heute bietet das Netzwerk Schulungen für Initiativen dazu an, wie Sie den Wandel in Ihrer Gemeinde vorantreiben können.Die Bemühungen und Aktionen einer Stadt im Wandel rangieren von Basisaktionen, wie dem gemeinschaftlichen Anbau von Hochbeeten, über die Zusammenarbeit mit lokalen Firmen, um die lokale Lieferung erneuerbarer Energien zu fördern, bis hin zu der Etablierung von alternativen Währungssystemen.

Tatsächlich liegt in der Praxis der Fokus vieler Transition Towns auf dem Thema Essen. Sie legen urbane Hochbeete an, verstehen etwas von Permakultur und zielen darauf ab, sich nachhaltig mit selbst angebauten Lebensmitteln zu versorgen.Ein Schwerpunkt vieler Initiativen ist es auch, die breite Öffentlichkeit über bereits bestehende lokale Projekte und Einrichtungen mit ähnlichen Grundsätzen zu informieren. Auf der Website einer Stadt im Wandel in Thüringen findet man beispielsweise alle Läden, Cafés und Restaurants in der Stadt, die ökologisch hergestellte Lebensmittel, Kinderkleidung usw. anbieten.Die höchste Disziplin einer Stadt im Wandel ist der Entwurf und die Umsetzung eines „Energy Descent Plans“ (EDAP) in Zusammenarbeit mit der lokalen Kommune.

Gegenwärtig gehen die Planungen der meisten Kommunen weiterhin von zukünftig steigender Produktivität, Finanzkraft, Energievorkommnis und ökonomischem Wachstum aus. Mit einem EDAP geht die Transition Town Bewegung von einem Trend aus, bei dem diese Faktoren in naher Zukunft abnehmen. Die Stadt im Wandel will auf lokaler Ebene ein Plan B zur aktuellen wirtschaftlichen Abhängigkeit von Erdöl und bestehenden Wirtschaftskreisläufen liefern.

Die Transition Town: Wegweiser in eine nachhaltige Zukunft?

Seit 2006 haben sich weltweit knapp 500 offizielle Transition Town Initiativen und mindestens genauso viele noch nicht zertifizierte Städte im Wandel gegründet. Deutschlandweit sind es rund 100, viele noch in der Gründung befindlich. Es hat sich mit dem „Transition Research Network“ auch ein Forschungszweig um die Transition Town Bewegung herum etabliert.

Die Grundsätze der Stadt im Wandel Bewegung zeigen sich aber auch seit einigen Jahren in zahlreichen unabhängigen Initiativen, gerade in Ballungsräumen. So werden Kleidertauschpartys veranstaltet, das Anlegen von Kleingärten auf Freiflächen und Häuserdächern hält als „urban gardening“ Einzug in den städtischen Raum, Privatleute bieten ihre PKWs auf Carsharing-Seiten zur Vermietung an und unter dem Motto „free your stuff“ verschenken Menschen Dinge über Online-Plattformen, anstatt sie wegzuschmeißen. Downshifting, oder „freiwillige Einfachheit“, eine der Grundprinzipien von Transition Town Initiativen, zeigt sich also in zunehmendem Maße gesamtgesellschaftlich.

Die Gesellschaft bewegt sich. Die Frage ist, welche Rolle Transition Towns bei dieser Entwicklung spielen? Braucht es diese bereits vorgedachten Initiativen mit ihrem Dachverband, einer Führungsstruktur und Instruktionen dazu, wie dieser Wandel am besten zu fördern ist, um die Menschen einer Stadt zu bewegen, wenn eine bottom-up Bewegung sowieso schon im Gange ist?

Eine organisierte Bewegung bietet vor allem die Chance darauf, noch größere gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf die Themen Klimawandel, Nachhaltigkeit und ökologische Lebensweise in der Gemeinschaft zu lenken. Noch findet die Arbeit der meisten Stadt im Wandel Initiativen an der Basis statt und ist nicht sonderlich öffentlichkeitswirksam; die MitstreiterInnen sind überwiegend Aktivisten, nicht Lobbyisten. Mit der Ausweitung ihres Bestrebens, sich zu vernetzen, zu informieren und zu beraten, birgt diese Bewegung allerdings das Potenzial, eine essenzielle gesellschaftliche Entwicklung voranzutreiben.

Nachhaltigkeit

Der Ehrbare Kaufmann

Was wir von REWE-Chef Alain Caparros lernen können

Ein Gastbeitrag von Dr. Alexandra Hildebrandt, zuerst erschienen auf huffingtonpost.de.

Sie ist Expertin für Nachhaltigkeit, Buchautorin und Wirtschaftspsychologin. Für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) arbeitete sie unter der Präsidentschaft von Dr. Theo Zwanziger von 2010 bis 2013 in der Kommission Nachhaltigkeit. Sie ist Autorin und Herausgeberin, Hochschuldozentin und Co-Publisherin der REVUE. Magazine for the Next Society und Nachhaltigkeit im Fußball.


DFB & REWE Press Conference

v. l. n. r.: Ulrich Lissek, Wolfgang Niersbach, Silvia Neid, Alain Caparros, Dr. Theo Zwanziger, Jan Kunath and Matthias Sammer während einer Pressekonferenz in einem REWE-Markt im November 2008 in Berlin – (Photo von Matthias Kern/Bongarts/Getty Images for DFB).

Was treibt REWE-Chef Alain Caparros an? Vielfalt statt Einfalt. Dazu gehört auch eine klare Haltung, die er sich ebenso von allen Politikern wünscht: dass sie sich gegen Fremdenfeindlichkeit und für Toleranz und humanitäre Hilfe einsetzen. „Deutschland ist wirtschaftlich stark, aber es muss auch ein Land der Offenheit und Integration sein und bleiben.“ (Focus 52/2014) Und es gehört für ihn dazu, den „Spirit der Selbstständigkeit“ zu fördern.

Seine Großmutter hatte einen Gemischtwarenladen. In den Schulferien war er immer bei ihr und hat neben der Kasse die gesamten Abläufe beobachtet. Vielfalt interessierte ihn seither genauso wie der Verkauf an sich. Der Handel faszinierte ihn vor allem, weil die Kunden hier täglich mit ihren Portemonnaies abstimmen: „Man kann jeden Abend an der Kasse ablesen, ob man erfolgreich war oder nicht.

Geboren wurde Caparros 1956 im Westen des seinerzeit noch zu Frankreich gehörenden Algerien. Sein Urgroßvater war dorthin ausgewandert, sein Vater dort selbständiger Mühlenbetreiber. Wie alle „Pieds noirs“ muss seine Familie 1962 das Land verlassen und zieht ins lothringische Pont-à-Mousson, wo Alain ein von Jesuiten geführtes Internat besucht. Es folgt ein Studium der Betriebswirtschaft in Metz und Saarbrücken.

Als Student gründet er gemeinsam mit Freunden ein kleines Unternehmen, denn schon als Jugendlicher möchte er möglichst unabhängig und selbständig sein. Sein Geschäft ist sehr einträglich – dennoch entscheidet er sich für die Fortsetzung des Studiums und gegen das Jungunternehmertum.

Die erste berufliche Station von Caparros ist die von dem gleichnamigen Unternehmer gegründete Kosmetik-Kette Yves Rocher, für die er bald für den deutschsprachigen Raum zuständig ist. Der Gründer wird auf ihn aufmerksam und macht ihn zu seiner rechten Hand in Paris. Caparros verdient viel Geld, doch er geht zu Aldi-Nord, wo er als Generaldirektor die Aktivitäten in Frankreich leitet. Im Nachgang behauptet er, einer der ersten Manager gewesen zu sein, die Aldi freiwillig verlassen haben. „In dem straffen Konzept konnte ich mich nicht entfalten. Und wenn ich mich nicht entfalten kann, werde ich schlechter.“

Die Zeit bei Aldi empfand er allerdings auch als wichtigen Prozess für seinen weiteren Karriereweg: Er lernte, was straffe Prozesse und Organisationen bewirken können und verinnerlichte Tugenden des Ehrbaren Kaufmanns wie Pünktlichkeit und Disziplin. Seine nächste Station ist Aldis Service plus. Gesellschafter dieses Gastronomielieferanten sind die Schweizerische Bon Appétit Group und der Metro-Konzern. Dort trifft er auf seinen Mentor, den Metro-Manager Erwin Conradi.

Caparros führte 2003, als damaliger Vorstandssprecher der schweizerischen „Bon Appètit Group“, die Verkaufsgespräche mit dem seinerzeitigen Rewe-Chef Hans Reischl. Heute ist er selbst Vorstandsvorsitzender der Rewe Group. Der Finanzinvestor KKR versuchte Anfang 2007, Kapitalanteile der Rewe Group zu übernehmen. Der Angriff wurde gemeinsam abgewehrt, in ihrer „Travemünder Deklaration“ bekannten sich Vorstand, Aufsichtsrat, Anteilseigner und Kaufleute zur genossenschaftlichen Struktur des Unternehmens.

Auf der REWE-Jahrestagung 2009 wurde die sogenannte Münchner Deklaration beschlossen, eine Art Verhaltenskodex zwischen Management und selbstständigen Kaufleuten. Im Rahmen dieser gemeinsam mit den REWE-Kaufleuten erarbeiteten Deklaration hat das Unternehmen definiert, was von den Kaufleuten erwartet wird und was sie von REWE erwarten können. „Unsere Kaufleute haben ein immenses Wissen in puncto Sortimente und Kunden. Deshalb sind wir jetzt schon bei den Themen Regionalität, Saisonalität und Nachhaltigkeit führend.“ (Rundschau für den Lebensmittelhandel, 9/2009)

Das Gremium ist für ihn ein Quantensprung in der Geschichte des Unternehmens. Es gibt den Kaufleuten nicht nur ein Empfehlungsrecht, sondern nimmt sie in die Verantwortung. Spirit der Selbstständigkeit.

Im Leben ist Vielfalt für Alain Caparros mit Charaktereigenschaften wie Humor, Menschenkenntnis, Intuition und situativer Intelligenz verbunden. Attitüden französischer Manager, die offen zur Schau getragene Nichtachtung der Gesprächspartner durch Zuspätkommen, nebenher geführte Handytelefonate oder ständiges Abschweifen von der Tagesordnung empfindet er als störend.

Zu seinem Führungsprinzip gehört auch, dass sein Büro stets offen ist: Jeder kann mit seinem Anliegen zu ihm kommen. Von Bewerbern fordert er, ihre Motivation für den Job authentisch zu begründen und auch außerhalb ihres Berufslebens ein glaubwürdiges Engagement für ein soziales, ökologisches oder kulturelles Anliegen nachzuweisen. Er möchte, dass sie in der Lage sind, mutig über den Tellerrand ihrer Karriere zu blicken. Die Fähigkeit, Komplexität zu bewältigen, indem sie weitestgehend reduziert wird, ist aus seiner Sicht die entscheidende Qualifikation der Zukunft. (Wirtschaftswoche, 5.1.2015)

Begegnungen mit Profilneurotikern verärgern ihn. Er ist für klare Verhältnisse und mag es nicht, wenn um den heißen Brei geredet wird. Er diskutiert und streitet, ist aber nicht nachtragend. Und er ist unkonventionell: So legt er bei seinen Reden häufig das Manuskript beiseite und spricht davon, dass sich jeder Mitarbeiter für mehr Nachhaltigkeit einsetzen sollte. Denn eine Vision von ihm ist, dass die fast 400.000 Mitarbeiter eines Tages den Job bei REWE nicht mehr nur als Lebensunterhalt sehen, sondern als Engagement für Nachhaltigkeit.

Die Zukunft der Lebensmittelbranche

Die Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit der Lebensmittelbranche entscheidet sich für Caparros am Thema Nachhaltigkeit. Dazu gehört seine Überzeugung, dass nachhaltige Produkte einen Platz in der Vielfalt des Angebots haben werden, „den sie heute noch nicht haben.“ Nachhaltigkeit ist für ihn kein Trend und auch keine Marketingstrategie, sondern eine langfristig wirkende, erlebbare Haltung des Unternehmens. Wenn sich Unternehmen heute nicht mit Nachhaltigkeit befassen, dann katapultieren sie sich seiner Meinung nach langfristig selbst aus dem Markt.

Nach Ansicht von Wolfgang Scheunemann, Initiator und Veranstalter des Deutschen CSR-Forums und Geschäftsführer der Stuttgarter Fachberatung dokeo, kommen von Großunternehmen häufig die entscheidenden Impulse für Zulieferer, sich nachhaltig auszurichten. „Wer nicht mitzieht, läuft Gefahr, aussortiert zu werden“. Doch unabhängig davon, ob ein Unternehmen nach den Nachhaltigkeitsvorgaben des größten Auftraggebers oder nach eigenen, womöglich weiterreichenden Richtlinien handelt – es sollte dabei das Kommunikationsrad drehen. Es gelte, die Aktivitäten branchenweit und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, rät Scheunemann: „Dadurch gestaltet sich die Akquise von weiteren Aufträgen leichter, denn nachhaltiges Denken insgesamt und somit auch entlang von Produktions- und Lieferketten gewinnt zusehends an Bedeutung“ (aus Creditreform Magazin 12/2011)

Phantastische Vielfalt

Es ist ein glücklicher Zufall, dass das 11. Deutsche CSR-Forum, das am 20. und 21. April 2015 in Ludwigsburg bei Stuttgart stattfindet, unter dem Motto „Phantastische Vielfalt“ steht. Es ist europaweit die größte und einflussreichste Veranstaltung, „auf der zwischen Unternehmen und der Zivilgesellschaft – wenn nötig auch hart – über Verhaltensregeln von Unternehmen, die Akzeptanz der Bürger und das Verhältnis zwischen Staat und Wirtschaft gerungen wird“, sagt Wolfgang Scheunemann.

Ausdrücklich geht es darum, dass sich alle Beteiligten ernsthaft mit den Anforderungen von CSR und nachhaltiger Unternehmensführung auseinandersetzen. Leider missverstehen einige Unternehmen diese Themen noch immer als Mittel zum Greenwashing. Jedoch wird immer deutlicher, dass solche Verhaltensweisen dazu führen, dass sich kompetente und engagierte Mitarbeiter und potentielle Mitarbeiter von solchen Unternehmen abwenden, womit sich die Zukunftsfähigkeit dieser Unternehmen verschlechtert.“ Worauf es ihm im Rahmen der Veranstaltung ankommt, ist, vor allem gute Beispiele zu zeigen, an denen sich andere orientieren können. Das ist keine Frage der Unternehmensgröße, sondern eine Frage der Haltung und des Handelns.

So stellte Alain Caparros in seinem Impulsreferat beim 10. Deutschen CSR-Forum, das am 7. und 8. Mai 2014 stattfand, heraus, dass die „Machbarkeit von Nachhaltigkeit“ für ihn ein dringendes und letztlich entscheidendes Thema sei: REWE werde jeden Tag mit einer großen Anzahl von teils widersprüchlichen Ansprüchen konfrontiert, die nicht nur den niedrigsten Preis fordern, sondern auch soziale Fairness, Engagement für den Umweltschutz, Bioprodukte, Topservice, Sicherheit und höchste Qualität. Für Caparros ist das die Quadratur des Kreises und tendenziell unmöglich. Zusätzlich steht das Unternehmen einem sich ständig ändernden Konsumtrend und schlechten Wachstumsprognosen für den Einzelhandel gegenüber.

Auch beim Verbraucher lässt sich noch eine Diskrepanz feststellen: Der klare Trend zu mehr Nachhaltigkeit in Untersuchungen spiegelt sich in den täglichen Einkaufsentscheidungen nicht unbedingt wider. Händler sind deshalb umso mehr dazu aufgefordert, Produkte so zu entwickeln, dass diese den Ansprüchen nach sozialer und ökologischer Gerechtigkeit, aber auch nach günstigen Preisen gerecht werden. Jeder Kauf hat seiner Meinung auch Einfluss auf die Zukunft unserer Gesellschaft. Unternehmens- und Verbraucherverantwortung ist eine ökonomische Grundvoraussetzung.

Alain Caparros bezeichnet Anita Roddick als sein Vorbild. Einkaufen war für die legendäre Gründerin von The Body Shop ein politischer Akt. Sie hatte als eine der Ersten begriffen: Wenn Geld die Welt regiert, dann regieren vor allem jene, die es ausgeben.

AllgemeinNachhaltigkeitNachhaltigkeitsmanagement

Dr. Theo Zwanziger spricht über Nachhaltigkeit im Fußball

„Nachhaltig arbeitende Clubführungen werden kommen“

Dr. Theo Zwanziger  © DFB

Dr. Theo Zwanziger © DFB

Wir freuen uns! Die Woche fängt ja fantastisch an – Ex-DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger im Interview mit Nachhaltigkeit im Fußball-Gründer und SKA Network Geschäftührer Pierre Schramm und unserer Redaktionskollegin Susanne Blech. Im Interview spricht über die Kraft des Fußballs die Gesellschaft zu verändern, mit Tabus zu brechen und Barrieren abzubauen. Er prophezeit: „Nachhaltig arbeitende Clubführungen werden kommen“.

Als DFB Präsident hat Theo Zwanziger maßgeblich zur Enttabuisierung  des Fußballs bei den Themen wie Homophobie und Spielerdepression beigetragen. Er setzte sich wie kein DFB Präsident vor ihm für die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs ein. Theo Zwanziger steht für Gerechtigkeit, Toleranz und Vielfalt. „Fußball ist Zukunft“ bedeutet für ihn ganzheitlich wertorientiertes Handeln, Bildung und Erziehung für eine menschliche Gesellschaft.

Für seine Verdienste um den deutschen Fußball wurde Dr. Theo Zwanziger mit der Goldenen Ehrennadel des DFB geehrt, für sein gesellschaftliches Engagement 2009 mit dem Leo-Baeck-Preis geehrt und 2012 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

Vielen Dank Herr Dr. Zwanziger für dieses Interview.

Das vollständige Interview „Nachhaltig arbeitende Fußball Clubführungen werden kommen“ von Dr. Theo Zwanziger lesen Sie auf Nachhaltigkeit im Fußball.de.

Für Fragen zum Informationsportal und zur Initiative Nachhaltigkeit im Fußball kontaktieren Sie uns bitte hier.

Über Dr. Theo Zwanziger

Als DFB Präsident hat Zwanziger maßgeblich zur Enttabuisierung  des Fußballs bei den Themen wie Homophobie und Spielerdepression beigetragen. Er setzte sich wie kein DFB Präsident vor ihm für die Förderung des Mädchen- und Frauenfußballs ein. Theo Zwanziger steht für Gerechtigkeit, Toleranz und Vielfalt. „Fußball ist Zukunft“ bedeutet für ihn ganzheitlich wertorientiertes Handeln, Bildung und Erziehung für eine menschliche Gesellschaft.

Für seine Verdienste um den deutschen Fußball wurde er mit der Goldenen Ehrennadel des DFB geehrt, für sein gesellschaftliches Engagement 2009 mit dem Leo-Baeck-Preis geehrt und 2012 mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.


Bild-Quellen:

Dr. Theo Zwanziger I © DFB

 

NAchhaltigkeit im Zentrum unternehmerischen Handelns
Nachhaltigkeitsmanagement

Unternehmer – die tragende Säule ökologischer Nachhaltigkeit

Wenn es um die verantwortungsvolle Nutzung der natürlichen Ressourcen geht, halten Wirtschaft und Unternehmen die Fäden maßgeblich in der Hand. Ihre Entscheidungen zu strategischen Themen, unter anderen über den Ressourceneinsatz, die Standortauswahl, die Produktionsabläufe und -Effizienz, die Rohstoffauswahl und sowie zur Deckung des Energiebedarfs, wirken sich nicht nur unmittelbar auf das eigene Niveau der ökologische Nachhaltigkeit aus, sondern spiegeln sich gleichermaßen in der Ökobilanz der Wirtschaft und der Gesellschaft im Allgemeinen wieder.

Als Dienstleister im strategischen Marketingumfeld, so mag man meinen, ist der Handlungsspielraum eines Unternehmers für den aktiven Beitrag zum Umweltschutz begrenzt. In einem Dienstleistungsunternehmen werden keine Produkte hergestellt, kommen keine Rohstoffe zum Einsatz und es werden auch keine Waren und Güter vom A nach B transportiert. Doch die Möglichkeiten, die jeder Unternehmer/jedes Unternehmen hat, maßgeblich zur sozialen, ökologischen und ökonomischen Nachhaltigkeit im Sinne zukünftiger Generationen beizutragen sind größer, als mancher Denkt. Dies gilt inzwischen für nahezu jede Branche – selbst in so außergewöhnlichen Nischen-Branchen wie im Bundesliga-Fußball schlummern erhebliche Potentiale für Nachhaltigkeit und nachhaltige Clubführungen.

Ich persönlich vertrete die Ansicht; für den Umweltschutz allgemein ist das ökologische Engagement der Unternehmer bzw. der Wirtschaft und deren Interessensvertreter, von essentieller Bedeutung. Eine erfolgreiche Umweltpolitik ist ohne die Mithilfe der Unternehmen kaum definitiv nicht mehr möglich. Der konsequente Einsatz für die Umwelt ist daher für jeden Unternehmer, gleich welchen Typs, nicht als eine Option zu verstehen, sondern ein absolutes Muss. „Nachhaltigkeit muss im Zentrum unternehmerischen Handelns stehen“ – sowohl in der strategischen als auch auf in der operativen Dimension der Unternehmensführung. Sowohl auf der Meta-(Management)Ebene sowie bei jedem Einzelnen – über alle Organisationsbereiche hinweg, auf jeden Arbeitsablauf heruntergebrochen bis hin auf die Ebene eines jeden einzelnen Mitarbeiters im Unternehmen.

Von den unerlässlichen Belangen für Umwelt und Natur mal ganz abgesehen, rentiert sich sie ökologisch nachhaltige Unternehmensführung gleich mehrfach. Sowohl auf der Kosten- als auch auf der alles entscheidenden Umsatzseite verbergen sich für Unternehmen enorme Potentiale, den der nicht unerhebliche Teil der relevanten Verbraucher achten inzwischen sehr auf die umweltschonende Herstellung der von ihnen konsumierten Güter. Unternehmen, die nach umweltrelevanten Gesichtspunkten wirtschaften, verbessern damit ihr Image, erhöhen ihre Erfolgschancen, sind wettbewerbsfähiger und haben im Rennen um die alles entscheidende Kundenloyalität perspektivisch die Nase vorn.

 

Umweltschutz im Unternehmen – was Sie wissen müssen

Lohnt sich der Umweltschutz im Unternehmen überhaupt für meinen Betrieb?

Ein gut durchdachtes Umweltschutzmanagement lohnt sich für jeden Betrieb, ganz egal wie groß das Unternehmen ist und wie viele Mitarbeiter es beschäftigt. Gerade kleinere Firmen profitieren von dem enormen Imagegewinn und haben zudem die Möglichkeit, durch verschiedene Maßnahmen, zum Beispiel durch eine Verringerung des Material- und Stromverbrauchs, viel Geld zu sparen. Die vielen kleinen und mittleren Betriebe können als Ganzes enorm viel leisten, wenn sie den Umweltschutz im Unternehmen gemeinschaftlich praktizieren.

Es sind insbesondere die kleineren Betriebe die vor allem öffentlichkeitswirksam in ihrer ansässigen Region durch Imagegewinn und Zuspruch von ihrem nachhaltiges Engagement profitieren. Der Trend zum Kauf von mehr regionalen Produkten spielt diesen Unternehmen durch ihr Engagement zusätzlich in die Karten. Den Umweltsünder vor der eigenen Haustür will keiner.

 

Welche Maßnahmen kann ich als Unternehmer sofort ergreifen?

Wenn Sie Ihr Unternehmen umweltfreundlicher managen möchten, dann können Sie sofort damit beginnen. Eine Verbesserung hin zur Nachhaltigkeit ist jederzeit möglich. Es sind die vielen kleinen Dinge, die einen großen Beitrag für die Umwelt leisten. Ein paar Beispiele, die sich kurzfristig ohne großen zusätzlichen finanziellen und Ressourcenaufwand realisieren lassen:

Wer zu grünem Strom wechselt oder selbst Ökostromproduzent wird, schont die Ressourcen und unterstützt die Nutzung regenerativer Energiequellen. Auch der Wechsel zu einer Nachhaltigkeitsbank fördert den Umweltschutz indirekt auf eine effektive Weise. Grundsätzlich ist es sinnvoll den Verbrauch, sei es Strom, Wasser oder Rohstoffe zu reduzieren. Das schont nicht nur die Umwelt sondern drückt zusätzlich die Kosten. Bei der Anschaffung der Betriebsmittel lohnt es sich, auch auf ökologische Aspekte und die entsprechenden Umweltzeichen achten. Verwenden Sie zum Beispiel Umweltschutzpapier aus recycelten Rohstoffen, setzen Sie bei der Geschäftsausstattung grundsätzlich auf Produkte die mit Umweltsiegeln ausgezeichnet sind und setzen sie auch auf bei der Gebäudereinigung auf Ökologie. Versuchen Sie, die Zahl der Dienstfahrten zu verringern und stattdessen mehr Video-Konferenzen zu organisieren. Das schont die Reisekosten und die Umwelt.

Arbeiten Sie bevorzugt mit Geschäftspartnern zusammen, die die Ansichten Ihres Unternehmens in Sachen Umweltschutz teilen und sich ebenfalls für diesen stark machen. Das betrifft insbesondere die Lieferantenauswahl und die Ihrer Dienstleister.

Sie können für die Umwelt etwas Gutes tun und zugleich das Image Ihres Unternehmens fördern, wenn Sie sich für verschiedene Umweltprojekte stark machen, wirtschaftlich und inhaltlich fördern oder diese im Idealfall selbst initiieren. Zeigen Sie sich verantwortlich für ökologische, soziale und gesellschaftliche Belange und lassen Sie die Öffentlichkeit davon wissen.

 

Was kann ich als Unternehmer für den Umweltschutz noch tun?

Als Unternehmer können Sie sowohl intern als auch extern sehr viel für den Umweltschutz tun. Wer bereits innerhalb des Betriebs alles das verbessert hat, was es zu optimieren gibt, kann sich auch persönlich dafür einsetzen, dass andere Unternehmer dem eigenen Vorbild folgen. Vor allem Inhaber erfolgreicher und renommierter Firmen verfügen in dieser Hinsicht über ein enormes Vorbildpotential. Läuft es in Ihrem Unternehmen in Sachen Umweltschutz besonders gut, dann laden Sie andere Unternehmer dazu ein, sich ein Bild von Ihren Fortschritten und den Ergebnissen zu verschaffen. Zeigen Sie, wie es geht und wie sich das Engagement für Umwelt, Gesellschaft und die wirtschaftliche Situation Ihres Unternehmens bezahlt macht und motivieren Sie sie dazu diese Maßnahmen im eigenen Betrieb ebenfalls anzuwenden.

Ein nicht zu unterschätzender Aspekt sind die positiven Auswirkungen Ihres ökologischen Engagements auf Ihre Mitarbeiter. Mitarbeiter schätzen es, wenn das Engagement ihres Arbeitgebers über die eigene Profitorientierung hinausgeht. Sie erzählen ihren Freunden davon. Sind stolz darauf, Teil dieses Engagements zu sein. Sie schätzen es, dass ihr Arbeitgeber ökologische und somit auch regional relevante gesellschaftliche Verantwortung trägt. Fordern Sie also Ihre Mitarbeiter auf, aktiv am Prozess der nachhaltigen Unternehmensführung teilzunehmen. Kommunizieren Sie. Zeigen Sie Ihnen die Vorteile und die Ergebnisse Ihres Engagements. Binden Sie sie abteilungs- und verantwortungsübergreifend in Projekte und Maßnahmen ein. Sie werden erstaunt sein, wie viel kreatives Potential hier freigesetzt werden kann.

 

Welche Zertifizierungen gibt es für den Umweltschutz im Unternehmen?

In Sachen Umweltschutz besonders engagierte und erfolgreiche Unternehmen werden ausgezeichnet bzw. können sich als nachhaltiges Unternehmen zertifizieren lassen. Die beiden wichtigsten Qualitätssiegel für betrieblichen Umweltschutz stellen wir Ihnen nachfolgend kurz vor:

Unternehmen, die nachhaltig wirtschaften, können nach der international gültigen Umweltmanagementnorm ISO 14001 zertifiziert werden. Das Unternehmen erfährt dadurch einen deutlichen Imagegewinn und tritt öffentlichkeitswirksam in Erscheinung. In der Verbraucherwahrnehmung wird die ISO-Zertifizierung in etwa mit dem TÜV-Gütesiegel gleichgesetzt. Unternehmen, die sich nach ISO 14001 zertifizieren lassen wollen, sind aufgefordert, eine klar erkennbare betriebliche Umweltstrategie zu verfolgen und im Rahmen eines Umweltmanagementsystems konkrete Umweltziele sowie detaillierte Maßnahmen festzulegen. Zu den umweltstrategischen Zielen gehören unter anderem die Reduktion von Abwässern, Abfällen und schädlichen Emissionen sowie die Einsparung von Energie und Rohstoffen.

Das Eco-Management and Audit Scheme, auch als EMAS oder EU-Öko-Audit bekannt, ist ein von der Europäischen Union entwickeltes Umweltmanagement- und Betriebsprüfungskonzept, das das Ziel verfolgt, die unternehmerische Umweltleistung zu optimieren. Die Zertifizierung erhalten bei entsprechender Eignung Produktions- und Dienstleistungsunternehmen, überstaatliche Organisationen, Verwaltungen und ähnliche Einrichtungen. Die Auditierung erfolgt durch eine Umwelterklärung durch den Betrieb. Sie beinhaltet unter anderem die jeweiligen Umweltziele, die Auswirkungen auf die Umwelt und die Umweltleistungen.

Hier finden Sie weitere Informationen zu Umweltmanagementnorm ISO 14001 und EU-Öko-Audit EMAS.

 

Was passiert, wenn wir Unternehmer den Umweltschutzgedanken nicht mittragen?

Unser gesamtes Wirtschaftssystem, einschließlich der Verwirklichung des Nachhaltigkeitsgedanken ist letztendlich vom Handeln von uns Unternehmern abhängig. Ob wir es wahr haben wollen oder nicht, wir sind es, die die Konsumgüter produzieren, sie zu unseren Kunden transportieren, die Dienstleistungen anbieten, dafür weite Strecken zurück legen und zudem einen Großteil des Energiebedarfs für unsere Unternehmenszwecke nutzen.

Ein nicht umweltgerechtes Agieren hätte demnach ernsthafte Konsequenzen für Natur und Menschen, in deren Folge auch unsere unternehmerische Zukunft ernsthaft gefährdet ist. Ressourcenknappheit träfe das produzierende Gewerbe besonders hart. Viele Firmen müssten um ihre Existenz kämpfen. Vor allem die steigenden Energiepreise und die Deckung der Kosten für Umweltfolgeschäden wären für das Gros eine finanzielle Herausforderung die kaum zu stemmen wäre.

 

Sie sind umweltbewußter Unternehmer, interessieren sich für Green Online Marketing oder sind selbst Founder eines Green Economy-Unternehmens?  Dann freue ich mich über Ihren Kommentar zu diesem Artikel und den inhaltlichen Austausch.

Pierre Schramm
CEO, SKA Network

 

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