Kategorie: E-Commerce

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Luxusreisen und E-Commerce – ein lukrativer Markt mit viel Potenzial

Sind Luxusreisen der E-Commerce-Vorreiter für die Luxusgüter-Industrie?

Die Vermarktung von hochwertigen Reisen und Konsumgütern im Luxussegment war für viele Konsumenten, Dienstleister und Hersteller bis heute nur schwer vorstellbar. Lange Zeit wehrten sich die Luxus-Liebhaber auf beiden Seiten des Tisches, hochwertige und hochpreisige Luxusgüter und Luxusreisen über das Internet zu beziehen bzw. zu vermarkten.

Argumente gegen den Vertrieb und die Vermarktung von Luxusreisen und Luxusartikeln wie z. B. der Verlust exklusiver Markenwerte oder die Ansicht, Luxusreisen und Luxusartikel seien ausschließlich einer exklusiven und solventen Klientel vorbehalten, die Kaufentscheidungen nicht im Internet treffe, hielten lange Zeit vor. Auch die Sorge einer möglichen erodierenden Preisstabilität machte die Runde. Und auch das lange vorherrschende Argument, „bei der Entscheidung für Luxusreisen oder ein Luxusgut spiele das persönliche Einkaufserlebnis die wesentliche Rolle“ hielt sich lange Zeit hartnäckig.

Heute wissen wir, im Luxussegment gibt es nichts, was sich nicht ausnahmslos auch im Internet vermarkten lässt. Ob Luxusautos, Luxusmode, Luxusbote, Luxusvillen oder Luxusreisen – das High-End Luxussegment findet auch im Internet seinen Markt.


Gute Stimmung und hohe Preisstabilität im Luxusgütersegment

Der MEISTERKREIS Index ist das Stimmungsbarometer der deutschen High-End-Branche. Zweimal jährlich untersucht die Unternehmensberatung Roland Berger darin unter anderem die aktuelle Stimmungslage der Branche sowie die Umsatzprognosen und die Preisentwicklung im Luxusgütersegment. Die aktuelle Erhebung kommt zu beeindruckenden Ergebnissen:

Die Stimmungslage in der deutschen Luxusgüterbranche könnte besser nicht sein – ein Viertel aller Unternehmen schätzt die eigene Marktsituation als hervorragen ein.  2/3 der Unternehmen schätzt sie als gut ein.


Auf die letzten 6 Monate rückwirkend betrachtet

  • ist der Markt weiter gewachsen und wächst auch auf absehbare Zeit. 62% der Unternehmen schätzen die Entwicklung in ihrem Segment als gut bis sehr gut ein. 38% als gleichbleibend.
  • steigen die Umsätze der Unternehmen deutlich – bei 38% der befragten Unternehmen sogar um mehr als 10% und bei 43% um 5 bis 10%.
  • hat sich die Angst vieler Unternehmer, Umsätze könnten sich ins Ausland verlagern, als unbegründet erwiesen. Im internationalen Vergleich schneidet Deutschland sehr gut ab. Bei 55% der Unternehmen hat sich der Umsatz in Deutschland besser oder deutlich besser entwickelt als in anderen Märkten.
  • sind auch die Gewinne gestiegen. 71% der Unternehmen konnten ihre Profitabilität deutlich verbessern.
  • wurden Investitionen in Personal und Marketing bei einem Großteil der Unternehmen deutlich erhöht, und 62% der Unternehmen haben sogar zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

 

Auch der Ausblick für die kommenden 6 Monate verheißt viel Gutes für die Luxusbranche.

  • Die meisten Unternehmen prognostizieren eine stabile bis positive Marktlage und 24% erwarten ein weiter steigendes Marktvolumen.
  • 19% der befragten Unternehmen erwarten ein Wachstum von mehr als 10% und 43% gehen von einem Zuwachs zwischen 5 und 10% aus.
  • Eine weiter steigende Profitabilität erwarten 52% der Befragten – der Rest geht von einem stabilen Niveau aus.
  •  Auch die Durchschnittspreise werden weiter steigen – 65% der Unternehmen plant eine Preiserhöhung in den kommenden sechs Monaten.
  • Die Investitionen bleiben bei 90% der Unternehmen auf konstant hohem Niveau bzw. steigen, und rund die Hälfte der Befragten will neue Mitarbeiter einstellen.

 

Eine Zusammenfassung der Roland Berger Studie „Der MEISTERKREIS-Index 2013 – Aktuelles Stimmungsbarometer der deutschen High­-End-Branche“ erhalten Sie hier (PDF).


Auch der Markt für Luxusreisen entwickelt sich

Der Markt für Reisebuchungen ist schon lange fest in den Händen des Internets. Wurden im Jahr 2010 noch 22% aller Reisebuchungen nicht über das Internet gebucht, so reduzierte sich dieser Anteil bereits 1 Jahr später auf 16%. Dabei kommt auch der Online-Markt für Luxusreisen weiter in Bewegung.

Im Jahr 2010 lag die Bereitschaft, mehr als Euro 3.000,- für eine im Internet gebuchte Reise auszugeben, noch 5,8% aller gebuchten Reisen. 2012 lag der Anteil für Luxusreisen bereits bei 7% aller Reisen und ist binnen eines Jahres um 20% gewachsen.

Ausgaben für Urlaubsreisen bei Online Buchungen bis 2012
Ausgaben für Urlaubsreisen bei Online Buchungen bis 2012

Quelle: Statista.de

 

Der Online-Buchungsmarkt für Luxusreisen ist exklusiv und individuell

Während sich die großen Player den Markt für Urlaubs- und Pauschalreisen weitestgehend unter sich aufteilen, ist der Markt für individuelle und exklusive Luxusreisen die Domäne vieler kleiner Spezialanbieter.

2012 setzten 6 von 10 Personen bei der Buchung Ihrer Reise auf einen der großen Player wie Expedia.de (14,4%), ab-in-den-urlaub.de (12,28%), TUI-Fly.de (11,84%) oder Last-Minute.de (8,33%) – siehe Grafik.

Genutzte Internet-Reiseveranstalter 2012Quelle: Statista.de

Wenn es jedoch um Luxusreisen wie z. B Kreuzfahrten, Segeltörns oder Exklusivarrangements geht, bevorzugen viele Reisende Spezialanbieter wie zum Beispiel die deutschen Anbieter Atambo Tours oder Papaya Tours – oder das englische Luxusreisebüro Hurlingham Travel. Hurlington Travel machte zuletzt von sich Schlagzeilen, als es zusammen mit VeryFirstTo eine Luxusreise der Superlative in sein Luxusreisen-Programm aufnahm: eine 730tägige Luxusreise zu den 962 Unesco-Welterbestätten für stolze 1,16 Mio. Euro. Ob diese Luxusreise auch online buchbar ist oder bereits online gebucht wurde, konnten wir im Rahmen unserer Recherche leider nicht herausfinden.

 

Nachhaltigkeit im Luxusreisen Segment (Nachtrag vom 7.3.2014)

Eine weitere interessante Entwicklung im Luxusreisesegment ist die zunehmende Nachfrage der Reisenden nach der Nachhaltigkeit beim Reisen. Am vergangenen Freitag, den 7. März 2014 trafen sich dazu deshalb, unter der Leitung von Karen Wittel, Gründerin & CEO von Atambo Tours, auf der ITB 2014 in Berlin führende Experten aus der Tourismusbranche sowie Reise-Blogger zum kontroversen Diskurs: „Luxusreisen und  nachhaltiger Tourismus „. Eine Zusammenfassung der Podiumsdiskussion sowie das vollständige Video der Veranstaltung findet sich auf der Homepage des Luxusreiseanbieters.


Online Marketing und Leadgenerierung (Sales) für Luxusreisen

Der Online-Reisemarkt für exklusive und individuelle Luxusreisen ist hart umkämpft. Ob Suchmaschinenmarketing, Suchmaschinenoptimierung oder Lead-Generierung – die kleinen Spezialanbieter stehen den großen Generalisten in Sachen Online-Marketing in nichts nach. Und – die Anbieter für Luxusreisen haben das Thema SEO relevantes Content Marketing und nachhaltiges Story Telling für sich entdeckt.

So hat zum Beispiel der Spezialanbieter Atambo Tours für jede seiner exklusiven Destinationen ein eigenes exklusives Online-Dossier zusammengestellt und bietet Interessierten und Kunden zusätzlich zum beeindruckenden Luxusreiseangebot, vielfältige, sehr hilfreiche Informationen für die Reiseplanung und für den Aufenthalt in der Ferne selbst. Dass sich über so viel wertvolle Contents nicht nur der Kunde, sondern auch die Suchmaschine freut, versteht sich von selbst. Honoriert wird das Ganze mit Top-Rankings der relevanten Keywords.

Mit speziellen SEO optimierten Landingpages werden User von der Suchmaschine gezielt in den Buchungsprozess geführt. So finden sich zum Beispiel in der Rubrik Galapagos Urlaub wertvolle Informationen zum Reiseziel Galapagos selbst – mit Informationen zur besten Reisezeit, Klima, Einreisebestimmungen und Gesundheitsempfehlungen.

In der Rubrik Galapagos Reisen hat das Travel-Scout-Team dann eine exklusive Auswahl an Individualreisen zusammengestellt, die diverse Luxusreise-Preissegmente berücksichtigt.

Liebhaber von Kreuzfahrten und Reisen auf dem Wasser werden direkt zum passenden Angebot geführt – dem absoluten High-End für Luxusreisen – der erlesenen Auswahl an Galapagos Kreuzfahrten.

Luxusreisen im Internet – ein spannender Markt, der bestimmt noch nicht am Ende seiner Entwicklung ist. Mit zunehmendem Wettbewerb dürfen wir hier noch viel Bewegung erwarten.

 

 

E-Commerce

Abo Commerce – digitales Geschäftsmodell mit hohem Kundenbindungspotenzial

Abo Commerce ist eines der Top Shopping Trend Themen 2013.

Viele sehen im Abo Commerce bereits so etwas wie eine Lizenz zum Geldscheindrucken. Neben Subscription Modellen und Sharing Economy sehen sie das Abo Commerce Modell als eine Art Perpetuum mobile, dessen Revenue Streams, einmal in Gang gesetzt, ständig in Bewegung bleiben und nie wieder abebben. Ob Abo Commerce Modelle diesen hohen Ansprüchen werden gerecht werden können, bleibt abzuwarten. Doch im Abo Commerce stecken im Kontext Relationship Marketing und Kundenbindung viele schlummernde Potenziale.

Abo Commerce sollte dabei nicht als rein digitales Geschäftsmodell verstanden werden, das ausschließlich Start-Up-Unternehmen vorbehalten ist. Sowohl etablierten (Online-)Unternehmen als auch stationären Einzelhändlern kann Abo Commerce neue Zielgruppenpotenziale, signifikante Umsatzsteigerung und dauerhaft höhere Kundenbindung erschließen.

Die wesentlichen Vorteile des Abo Commerce:

  1. Bessere Planbarkeit der Umsätze durch kontinuierlichen Revenue Stream
  2. Intensivierung der Kundenbeziehung durch regelmäßigen Kontakt mit der Marke / mit den Produkten und die grundsätzlich länger andauernde Kundenbeziehung
  3. Optimierung der Kosten durch Prozessautomatisierung zum Beispiel beim Vertragsmanagement und beim Billing (Recurring Billing)
  4. Optimierung des Marketing-ROI durch die Systematisierung der Kundenbeziehung
  5. Der offene und kontinuierliche Kundendialog führt zu höheren Responseraten, was sich positiv auf Cross-Selling und Up-Selling auswirkt.

Welche bekannten Abo Commerce Angebote gibt es?

Auch wenn Abo Commerce als eines der großen Trendthemen gehandelt wird, so ist das Angebot an wirklich guten Abo Commerce Angeboten noch recht überschaubar. Einer der Pioniere in dem Segment dürfte wohl der Socken-Abo-Dienst blacksocks.com sein. Eine sehr viel innovativere Art des Fashion-Abo-Modells stellt Outfittery dar. Der Dienst schickt modebewussten Herren in regelmäßigen Abständen aktuelle Mode zu, die dem Kleidungsstil des Abonnenten entspricht. Bezahlt wird aber nur das, was tatsächlich gefällt.

Eine ausführliche Liste mit interessanten Abo Commerce Modellen findet sich hier.

 Wo liegen die Ursprünge des Abo Commerce?

Unter Abonnements versteht man den regelmäßigen Bezug einer Leistung. In der Regel gegen ein Entgelt. Medien-Abonnements sind jedem bekannt. So beziehen zum Beispiel 70% aller Tageszeitungsleser ihre Zeitung im Abonnement. Pay-TV, Mobilfunkverträge sind als Abo-Geschäftsmodelle bekannt. In jüngster Zeit mehren sich vor allem die Subscription-Modelle für Medien wie Musik (z. B. Spotyfy) oder Filme (z. B. Watchever). Als Abo Commerce werden auch E-Commerce Geschäftsmodelle wie zum Beispiel NONABOX bezeichnet, bei denen der Abonnent in regelmäßigen Abständen Waren im Abbonement in Form einer Überraschungsbox erhält.

Welche Abo Commerce-Dienstleister gibt es?

Abo Commerce Modelle stecken noch weitestgehend in den „Kinderschuhen“. Dementsprechend ist der Markt für Tool-Anbieter und Beratungsdienstleister noch sehr überschaubar.

Einer der Pioniere für Recurring Billing und Subscription Management  ist das Frankfurter Start-Up Pactas. Pactas bietet als erster Service-Provider eine ganzheitliche Lösung, die den Prozess Preisfindung, Billing, Zahlungsabwicklung und Debitoren-Management ganzheitlich in einer Lösung  integriert abdeckt.

Im Bereich der Abo Commerce-Consultants gehört SKA Network zu den Pionieren der Branche. Mit einer ausgeprägten DNA im Relationship Marketing und in digitalen Geschäftsmodellen entwickelt die Unternehmensberatung unter anderem kundenorientierte und nachhaltige Abo Commerce- und Subscription-Geschäftsmodelle.

Sie suchen einen Partner für Abo Commerce und Subscription Business Modelle?  – dann rufen Sie uns an!

 

Relationship Marketing mit SKA Network
E-CommerceKundenbindung

7 Tipps für mehr Kundenbindung im E-Commerce

Mit diesen 7 Tipps gelingt die Kundenbindung im E-Commerce garantiert

Qualitative und kompetente Fachberatung, hohe Service-Orientierung und vom Wettbewerb eindeutig differenzierende und einzigartige Add-Ons binden auch online Kunden langfristig an eine Marke und ein Unternehmen.

Dabei steht der elektronische Handel (E-Commerce) noch ganz am Anfang seines beeindruckenden Siegeszuges. Der E-Commerce Anteil gemessen am Handelsvolumen beträgt derzeit prognostizierte 10% bzw. 53 Mrd. Euro für das Jahr 2013 (Quelle: Infografik Statista.de). Dabei divergieren sowohl die Marktateile also auch das Handelsvolumen von Branche zu Branche deutlich. Spitzenreiter im Deutschen E-Commerce sind derzeit Fashion & Accessoires sowie die Unterhaltungselektronik.

Der Wettbewerb im E-Commerce wächst

Für aktuelle Player im E-Commerce stehen die Zeichen noch eindeutig auf Wachstum. Auch wenn täglich neue reine E-Commerce-Händler und zunehmend auch stationärer Einzelhändler den Weg in digitalen Handel gehen, ist die Zahl der E-Commerce-Retailer im Vergleich derer im stationären Handel noch sehr überschaubar.

Im Zuge der zunehmenden Marktkonzentration werden große Player wie Zalando oder Amazon weiter relevante Teile des Marktpotentials absorbieren während sich Spezialisten und Nischenanbieter gezielt durch eindeutige Differenzierung, klare Herausstellung des USPs und systematisiert geführte Kundenbeziehungen ihren Markt erarbeiten werden erarbeiten müssen.

Player wie Amazon, Zalando oder Media-Markt wachsen deutlich – und dass sowohl im originären Kerngeschäft, als auch vermehrt in angrenzenden, komplementären und zum Teil auch neuen Geschäftsfeldern. Horizontaler und vertikaler Differenzierungsstrategien und gezielter, strategischer Zukäufen sei Dank (vergl. Zalandos Markentransfer in das High-End Fashion Segment).

Unsere 7 Tipps für erfolgreiche Kundenbindung im E-Commerce

1. Differenzierung und einzigartige emotionale Benefits

Je mehr Player an diesem Markt teilnehmen werden umso mehr brauchen Kunden Orientierung und einen zuverlässigen Partner. Das Angebot ist heute schon schier unüberschaubar. In der Systematisierung der Kundenbeziehung (Relationship Marketing) liegen für E-Commerce-Retailer enorme Potentiale, da der (niedrigste)Preis zunehmend an Relevanz verliert.

Setzen Sie bei der Wettbewerbsverdrängung daher statt auf übertriebenen Preisaktionismus lieber auf qualitative Differenzierung und einzigartige rationale und emotionale Benefits. So aufgestellt sind Sie fit für Ihre Zukunft im E-Commerce und befinden Sie sich in bester Gesellschaft – denn laut einer Studie von Roland Berger, schätzten Unternehmen die Kundenbindung an ein Produkt oder Unternehmen wichtiger ein als andere Marketingargumente wie z. B. Produktqualität, einen niedrigen Preis oder die Bekanntheit der Marke.

2. Partizipation und Mitbestimmung als Teil der Strategie für mehr Kundenbindung im E-Commerce

Fast alle Online-Händler einer Gattung/eines Segments haben die gleichen Produkte, die gleichen Marken zum (fast) einheitlich gleichen Preis – ganz gleich ob Premium- oder Massenmarkt, dieser Trend zieht sich durch alle Branchen und Segmente hindurch. Für viele Anbieter sind Kunden heute vielmehr Mittel zum Zweck. Der Preis ist das schlagende Argument. Händler wollen ihre Ware einfach loswerden – um jeden Preis. Kunden spüren das – doch die Zeiten in denen sie sich wie Kühe haben melken lassen, sind vorbei – aufgeklärte Konsumenten wollen partizipieren, Einfluss nehmen und mitbestimmen.

Aktuelle Studien bestätigen diesen Trend – leidenschaftliche Konsumenten lieben es, Produkte und Services zu unterstützen (Prosumers), zu pushen und zu finanzieren (Custowners). Kunden, die bei der Entwicklung, der Vermarktung und der Finanzierung eines Angebotes maßgeblich mitgeholfen haben, brennen für dieses Produkt – nach Innen und nach außen (vergl. dazu „10 gute Gründe für Empfehlungsmarketing im E-Commerce

3. Zeigen Sie ein Gesicht, dass einen echten Namen hat

Mit unserem ersten Start-Up-Unternehmen jobpilot.de waren wir viele Jahre, trotz intensivem Wettbewerb aus den USA und aus Skandinavien unangefochtene Nummer 1 in Deutschland und in Europa. Das lag zum einen an dem in Qualität und Quantität einzigartigen Job-Angebot sowie einer für die damalige Verhältnisse innovativen Technologie. Vor allem aber lag es daran, dass die Plattform mehr als ein „persönlicher Karriere-Berater“ (also sehr menschlich) statt als eine Plattform (eher technisch) von den Bewerbern und Kandidaten wahrgenommen wurde.

Wir hatten bereits sehr früh auf einen sehr strukturierten und personalisierten Dialog und die Systematisierung der Kundenbeziehung gesetzt. So war es unsere Kollegin Simone, die für unsere Kandidaten über Jahre hinweg das Gesicht und die Stimme von jobpilot.de war. Sie Stand für Vertrauen und Beständigkeit. Sie war allgegenwärtig, war Absenderin jeder Support-E-Mail, jedes Job-Alerts und selbst am Telefon sprachen die Kandidaten mit Simone.

4. Seien Sie aufmerksam und omnipräsent, aber nicht aufdringlich

In Zeiten von Big Data träumen E-Commerce-Händler davon, die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden bereits zu kennen, noch lange bevor Kunden selbst von der Existenz ihrer zukünftigen Bedürfnisse wissen. „Gewinner kennen die Kundenbedürfnisse von morgen“ titelte es kürzlich auf etailment.de – ob dazu auch gehört, dass die Maschine (Big Data) Prognosen über die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit einer Kunden errechnet, noch bevor diese selbst von ihrer Schwangerschaft weiß schwanger zu sein, darf kritisch angezweifelt werden (vergl. Target Predicts Pregnancy with Big Data).

Dennoch: Aufmerksamkeit gehört zu den wichtigsten Loyalitäts-Treibern in der Kundenbeziehung. Daher empfehlen wir:

  • hören Sie Ihrem Kunden zu. Tracken Sie sein Nutzungsverhalten, seine Produktpräferenzen, seine Einkaufsintervalle, seinen Warenkorbwert, seine Kaufabbrüche, seine (Nicht)Reaktion auf E-Mails, Newsletter und Angebote. Analysieren Sie diese und machen Sie ihrem Kunden zur rechten Zeit, das richtige Angebot.
  • befragen Sie Ihren Kunden von Zeit zu Zeit pro aktiv. Fragen Sie ihn zu seinen Wünschen, seinen Vorlieben, seiner Zufriedenheit mit Ihrem Sortiment, Ihrem Service, Ihrer Verfügbarkeit.
  • rufen Sie Ihren Kunden gelegentlich gerne auch mal an. Einfach so. Bedanken Sie sich bei ihm für seinen Einkauf, gratulieren Sie ihm zum Geburtstag, senden Sie ihm Weihnachtskarten (bitte auch dann, auch wenn er regelmäßig bei Ihnen einkauft).
  • machen Sie Ihrem Kunden besondere Angebote von denen er das Gefühl hat, dass Sie sie ganz exklusiv für Ihn zusammengestellt haben. Auch hier gilt: machen Sie Ihrem Kunden auch dann besondere Angebote, wenn er regelmäßig bei Ihnen einkaufkauft – Sie kennen das doch bestimmt auch, wie sehr wir uns ärgern, wenn unser Nachbar jedes Jahr aufs Neue den besten Tarif, das Beste Angebot bekommt, nur weil er mit Kündigung gedroht hat – und wir nicht, weil wir treu, loyal und manchmal vielleicht auch einfach zu bequem sind.
  • wirken Sie einer möglichen Kündigung Ihres Kunden pro aktiv entgegen. Anlässe wie zum Beispiel das Auslaufen eines Vertrages oder das Ende der Garantiezeit sind typische kritische Momente, in denen eine Kundenbeziehung auseinander gehen kann. Seien Sie präventiv und gehen auf Ihren Kunden zu. Machen Sie Ihm ungefragt ein Angebot. Stellen Sie dabei vor allem Ihr tatsächliches Leistungsspektrum dar (und nicht nur den niedrigen Preis). Gehen Sie Sie nicht davon aus, dass Ihr Kunde in jeder Beziehung weiß, wie gut Ihr Leistungsspektrum wirklich ist – Sie werden überrascht sein.

Gestalten Sie die Kundenbeziehung aktiv. Gehen Sie so oft wie möglich, aber nicht öfters als nötig auf Ihre Kunden zu.

5. Kommunizieren Sie im Dialog

Wie aus dem Wort Kundenbeziehung schon hervor geht, handelt es sich dabei um eine wechselseitige Beziehung zwischen zwei oder mehreren Beteiligten (vergl. dazu „Mehr Kundenbindung durch mehr Liebe“). Bei der Beziehung zwischen Marke und Konsument gelten die gleichen (Qualitäts-)Kriterien wie bei jeder anderen aufrichtigen und ernsthaften Beziehung – sie beruht auf Wechselseitigkeit und lebt durch den Austausch durch Dialog.

Versuchen Sie daher möglichst die klassische und überholte One-Way-Kommunikation (Penetrationsmarketing) zu vermeiden. Das bringt heute wenig bis gar nichts und wirkt sich in der Regel eher kontraproduktiv aus. Wenn Sie gelegentlich Newsletter abonnieren, dann kennen Sie diese schiere Flut an Werbemails, die in Sachen Gehaltswert und Effektivität kaum mehr zu unterbieten sind.

Steigen Sie daher in einen qualitativen, pro aktiv geführten Dialog mit Ihren (potentiellen) Kunden ein. Vermitteln Sie die Vorteile einer wechselseitigen (nicht anonymen) Beziehung – auch dann, wenn der begehrte Kunde noch gar keiner ist und erst noch einer werden soll.

6. Einfache Prozesse und ein transparentes Angebote

Gestalten Sie Dialog und Transaktionsprozesse so einfach wie möglich. Es gibt in Sachen Kundenbindung im E-Commerce eine ganze Reihe von Showstoppern und Loyalitäts-Killern. Zum Beispiel:

– komplizierte Bestellprozesse
– wenig gängige Zahlungsmethoden
– unterschiedliche Preise für ein und das selbe Produkt
– nicht klar differenzierbare Produkte oder komplizierte Bundles
– aufwändige Registrierungsprozesse
– unnötig lange (Anmelde)Formulare (bei denen viel zu viele, aus Kundensicht unnötige Daten abgefragt werden)
– bestversteckte Kontaktmöglichkeiten
– und viele mehr

Einfache, klar strukturierte Prozesse beschleunigen den Transaktions- und Conversionprozess (vom Visit zum Kauf – vergl. „10 gute Gründe für professionelles Inbound Marketing„), schaffen Vertrauen, steigern Umsatz und Ertrag und fördern die Kundenbindung nachhaltig.

7. Verbinden und vernetzten Sie

Der stationäre Einzelhandel lebt in weiten Teilen auch von seiner Bedeutung für das Socializing (das gesellschaftliche Miteinander) – je hochwertiger die Produkte und Segmente sind, umso stärker ist der Effekt ausgeprägt – sehen und gesehen werden. Das regelmäßige Einkaufen in einer High-End Fashion-Boutique ist gesellschaftliche Verpflichtung, Networking und Socializing zugleich.

Setzten Sie daher auch im E-Commerce auf diesen für die Kundenbindung so wertvollen Effekt. Bringen Sie Kunden (Gleichgesinnte) zusammen. Erweitern Sie Ihr Beziehungsumfeld mit dem Ihrer Kunden und vernetzten Sie sie gezielt. Fordern Sie Ihre Kunden pro aktiv auf, Ihrem Beispiel zu folgen und die Beziehung zu Ihnen für dritte (noch Nicht)Kunden zu öffnen. Menschen bewegen sich in Kreisen. Gute Kunden werden daher stets ähnlich gute Kunden anziehen (vergl. dazu auch „Empfehlungsmarketing“

Mit diesen 7 wertvollen Tipps für Kundenbindung im E-Commerce bauen Sie wertvolle Kundenbeziehungen auf, die von Dauer sind, die mehr Ertrag abwerfen und mit denen Sie Ihre Position im E-Commerce nachhaltig stärken.

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Sie haben Fragen zum Thema Kundenbindung im E-Commerce – als renommierte und innovative Managemenberatung für kundenorientierte Marketingstrategien stehen Ihnen meine Kollegen und ich für Antworten gerne zur Verfügung.

Ihr
Pierre Schramm
CEO, SKA Network

 

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