Kategorie: Green Economy

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GREEN BRANDS Umweltauszeichnung für PRIMAVERA LIFE

PRIMAVERA LIFE erhält Umweltauszeichnung GREEN BRANDS erneut

Hamburg (ots) – Dass nachhaltiges Denken und Handeln bei PRIMAVERA LIFE keine Lippenbekenntnisse sind, sondern nachprüfbar ganzheitlich und authentisch gelebt werden, wird mit der Umweltauszeichnung GREEN BRANDS Germany 2015/2016 erneut bewiesen.

Das Zertifikat wurde am Wochenende anlässlich des Rosenfests bei PRIMAVERA im Allgäu den Unternehmensgründern Ute Leube und Kurt L. Nübling überreicht. Die im Zuge des Generationenwechsels berufenen neuen Geschäftsführer Uta Landt und Titus Kaufmann freuten sich beim Übergabetermin auch sehr über die erneute Auszeichnung. Die erstmals 2013 an PRIMAVERA verliehene Auszeichnung GREEN BRANDS wurde in einem aufwändigen Re-Validierungsverfahren für weitere zwei Jahre bestätigt. Dabei werden umwelt- und nachhaltigkeitsaffine Parameter geprüft und mit den Daten der Ersterhebung aus 2013 verglichen. Unternehmenszweck, Umweltmanagementsysteme, Energie- und Ressourcenverbrauch, Abfallstrategien aber auch interne und externe Bewusstseinsbildungsmaßnahmen etc. kommen bei GREEN BRANDS somit immer wieder auf den Prüfstand. Absicht der Turnus-Prüfung ist die kontinuierliche Verbesserung der Werte.

Kontrolliert biologischer Anbau und Vielfalt – seit 1986

Seit Unternehmensgründung 1986 engagiert sich der Öko-Pionier PRIMAVERA für kontrolliert biologischen Anbau und biologische Vielfalt. Als führender Hersteller 100 % naturreiner ätherischer Öle und zertifizierter Bio- & Naturkosmetik unterhält PRIMAVERA seit nahezu 30 Jahren direkten Kontakt zu Anbaupartnern weltweit. Faire Verträge, zertifiziert biologischer Anbau sowie Abnahmegarantien sind in der eigenen Unternehmensphilosophie verankert. Die Herstellung der hochwertigen Gesundheitsprodukte aus den Bereichen Aromatherapie und zertifizierter Bio-Naturkosmetik findet ausschließlich am Firmensitz in Oy-Mittelberg statt. Jahrzehntelange Aromatherapie-Erfahrung und ein unerschöpflicher Wissensschatz um die Heilsamkeit ätherischer Öle und nativer Pflanzenöle machen die PRIMAVERA-Produkte nicht nur besonders wirksam, sondern stehen auch für naturverbundene Authentizität. PRIMAVERA beschäftigt am Firmensitz 185 Mitarbeiter und ist heute in 28 Ländern vertreten.

Kurt Ludwig Nübling, Unternehmensmitgründer, freut sich über die guten Ergebnisse der GREEN BRANDS Re-Validierung: „Wir sind zu 100 % von der Natur abhängig und können nicht ohne sie leben. Wenn wir uns nicht mit aller Kraft für ihren Erhalt einsetzen, entziehen wir uns unsere eigene Lebensgrundlage. GREEN BRANDS untersucht die Verankerung des Umweltgedankens in den Betrieben. Es ist gut, dass wir nun ein aussagekräftiges Siegel haben, das unsere täglichen Anstrengungen darstellt.“

Norbert Lux, CCO der internationalen GREEN BRANDS Organisation: „Die Gelegenheit, das Zertifikat zu den GREEN BRANDS Germany 2015/2016 an das Management von PRIMAVERA anlässlich eines so großartigen Festes zu überreichen, ist einzigartig. Das hervorragende Resultat der Re-Validierung von PRIMAVERA bestätigt eindrucksvoll, dass das Unternehmen keine grüne Lippenbekenntnisse betreibt, sondern Nachhaltigkeit von Grund auf sehr ernst nimmt und täglich mit seinem Handeln bestens praktiziert. Dies gilt nicht nur für den Moment sondern seit Jahrzehnten hinweg. Ich bin mir sicher, dass der eingeschlagene Weg nicht verlassen wird. Ganz im Sinn der Bewahrung der Schöpfung auch für die Enkelkinder unserer Enkelkinder.“

Uta Landt und Titus Kaufmann – beide PRIMAVERA-Geschäftsführer – sind sich einig, dass sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen im Bio-Bereich kontinuierlich im Wandel befinden. Umso wichtiger ist es, dem Markenkern in seiner Bandbreite treu zu bleiben. Uta Landt: „Wir werden alles daran setzen, diese unternehmerische Vorbildfunktion von PRIMAVERA im Bereich Nachhaltigkeit weiter zu festigen und unsere Bio-Sortimente stetig zu verbessern.“

Über GREEN BRANDS

GREEN BRANDS – seit 2011 in Österreich und 2012 in Deutschland aktiv. Die internationale, unabhängige Brand-Marketing-Organisation GREEN BRANDS zeichnet nachhaltige Produkte, Dienstleistungen und ökologisch orientierte Unternehmen aus. Mit dem GREEN-BRANDS-Siegel werden Marken geehrt, die nachweisbar ökologische Nachhaltigkeit praktizieren und somit eine hohe nationale, wie internationale Anerkennung verdienen. Mittelständische Unternehmen stehen im besonderen Fokus der Jury, die mit Institutionen aus den Bereichen Umwelt-/Klimaschutz sowie Nachhaltigkeit, aber auch aus den Bereichen der Marktforschung zusammenarbeitet. Durch den turnusmäßigen Datenabgleich soll das Bewusstsein für eine kontinuierliche Verbesserung der Werte unterstützt werden.

Weitere Infos über www.Green-Brands.org

Pressekontakt:

Norbert Lux
Tel: 0911 – 97 99 599
email: Norbert.Lux@green-brands.org

AwardsGreen Economy

Green Franchise Award 2015 geht an SONNENTOR

SONNENTOR erhält den Green Franchise Award für das am nachhaltigsten standardisierte und ganzheitlich ausgerichtete Konzept.

Nachhaltiges Franchising zahlt sich aus

Nachhaltiges Franchising zahlt sich aus | Green Franchise Award | Bildquelle: „obs/Deutscher Franchise Verband e.V.

Der Deutsche Franchise-Verband e.V. (DFV) zeichnete im Mai 2015 zum dritten Mal in Folge das Franchisesystem mit dem Green Franchise Award aus, das in den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Kultur und/oder Soziales vorbildlich aufgestellt ist und langfristig nachhaltig agiert.

Bis zum 27. März 2015 konnten sich alle deutschsprachigen Franchisesysteme für diesen Preis bewerben.

Für den Green Franchise Award 2015 nominiert

•  Das Café und die Kaffeerösterei Samocca aus Deutschland
•  Die Kräuterhandelsgesellschaft SONNENTOR® aus Österreich
•  Der Textilhersteller SWITCHER aus der Schweiz

Die Teilnehmer sollten konkrete Nachhaltigkeitsziele, -strategien, -konzeptionen und -Maßnahmen vorweisen sowie nachvollziehbar vermitteln, diese in ihrer Organisation umsetzen. Entscheidend sind dabei die Glaubwürdigkeit des Engagements sowie die Sinnhaftigkeit der einzelnen Maßnahmen.

Die Franchisesysteme Town & Country Franchise Lizenzgeber GmbH sowie SONNENTOR Kräuterhandels GmbH hatten bereits 2013 und 2014 eindrucksvoll bewiesen, wie man ein Franchisesystem nachhaltig führt und all diese Aspekte in seinem Franchisesystem ganzheitlich und nachweislich integriert.

Die diesjährige Preisverleihung fand am Dienstag, den 12. Mai im Rahmen der Abendgala des Franchise-Forums 2015 in Berlin statt.

Zusätzlich zum Green Franchise Award ehrte der Verband auch seine eigenen Mitgliedsunternehmen für besondere Leistungen in folgenden Kategorien:

  1. DFV-Franchisesystem des Jahres
  2. DFV-Franchise Marketing Award
  3. Bestes junges DFV-Franchisesystem der letzten fünf Jahre
  4. DFV-Gründerpreis für Franchisenehmer

Der Gewinner des Green Franchise Award 2015

SONNENTOR konnte konnte auch im Jahr 2015 die Jury mit dem am nachhaltigsten standardisierten und ganzheitlich ausgerichteten Konzept überzeugen. Laudatorin Anne-Kathrin Heuer, Geschäftsführerin des Wirtschaftsrates der Deutschen Umweltstiftung, betonte den besonders vorbildlichen Umgang des Unternehmens mit seiner Verantwortung gegenüber Umwelt und Gesellschaft sowie die konsequent nachhaltige, sozialverträgliche Wirtschaftsweise, die den Gedanken der Ganzheitlichkeit auch an die Franchisenehmer transportiert.

„Nachhaltigkeit wird hier in allen Unternehmensbereichen gelebt und auf herausragende Weise umgesetzt.“

Weitere Informationen zu den DFV-Franchise Awards erhalten Sie auf der DFV-Website.

Der Deutsche Franchise-Verband e.V. vertritt die Interessen der deutschen Franchisewirtschaft im nationalen und internationalen wirtschaftspolitischen Umfeld. 2013 erwirtschafteten rund 1.000 Franchisegeber gemeinsam mit mehr als 76.500 Franchisenehmern und circa 525.300 Mitarbeitern etwa 62,8 Milliarden Euro Umsatz.

Pressekontakt:

Isabel von Vegesack
Luisenstraße 41, 10117 Berlin
Tel. 030/ 278 902-12
E-Mail: von.vegesack@franchiseverband.com

 

Der Next Economy Award prämiert Green and Social Start-Ups für die nachhaltige Wirtschaft von morgen
Green EconomyGrüne VisionäreSocial Business

Next Economy Award – Deutschlands Preis für grüne Gründer

Der Next Economy Award (NEA) prämiert Entrepreneure, die mit ökosozialen Geschäftsmodellen die nachhaltigere Wirtschaft von morgen mitgestalten.

In diesem neuen Wettbewerb sucht der NEA Pioniere mit ambitionierten und erfolgversprechenden Ideen. Der Preis besteht neben der Statuette aus einem Paket wertvoller Sachleistungen.

Düsseldorf, 13. Mai 2015 – Ab sofort beginnt der Wettbewerb um den Next Economy Award (NEA), Deutschlands neuen Preis für grüne Gründer. Er prämiert Startups, die mit innovativen Geschäftsmodellen für soziale und ökologische Verbesserungen sorgen und damit die „nächste“, nachhaltigere Wirtschaft mitgestalten wollen.

2015 vergibt die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die erste nationale Auszeichnung für Startups, die auf Nachhaltigkeit und die Green Economy setzen. Bis zum 31. Juli 2015 können sich Unternehmen aller Branchen bewerben, die in den letzten drei Jahren in Deutschland gegründet wurden. Die Teilnahme erfolgt online und ist kostenfrei.

„Die neue Auszeichnung für Startups ergänzt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis um das Feld der Gründer“, sagt Stefan Schulze-Hausmann, Initiator beider Preise. „Der NEA soll ambitionierten Unternehmerinnen und Unternehmern Rückenwind geben, die Nachhaltigkeit zu einem Teil ihrer Zukunft in der Selbstständigkeit machen wollen.“

Am 26. November entscheidet die Expertenjury nach einem Live-Pitch der Finalisten in Düsseldorf über die Sieger, denen ein attraktives Paket aus Sachleistung en im Wert von je € 25.000,- winkt. Abends finden die Verleihung des NEA 2015 und die Networking Night statt, bei der die Startups der Nachhaltigkeit etablierte Unternehmer, Kapitalgeber, Medienvertreter und Gäste aus Politik, Forschung sowie Zivilgesellschaft treffen.

Alle Wettbewerbsteilnehmer erhalten kostenfreien Zugang zum Deutschen Nachhaltigkeitstag am 27. November 2015.

Quelle: Next Economy Award


Über den Next Economy Award

Logo Next Economy Award (NEA)

Logo Next Economy Award (NEA)

2015 vergibt die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium, dem DIHK und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung die erste nationale Auszeichnung für nachhaltigkeitsorientierte Gründer. Die Auswertung des Wettbewer bs erfolgt durch mehrere Methodikpartner aus Forschung (CSM der Leuphana Universität Lüneburg), Beratung (A.T. Kearney) und öffentlichem Sektor (DIHK), die die besten Bewerber ermitt eln.

Finale des Wettbewerbs ist der Live-Pitch der Finalisten am 26. November 2015. Die Jury – darunter Prof. Dr. Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship, Ecosummit-Gründer Jan Michael Hess, Staatssekretär Matthias Machnig (Bundeswirtschafsministerium) und Lencke Steiner, Bundesvorsitzende DIE JUNGEN UNTERNEHMER – entscheidet über die Sieger. Die Preisverleihung findet am 26. November in Düsseldorf statt.

Pressekontakt

Büro Deutscher Nachhaltigkeitspreis
Nicola Roeb
Tel. 0211 – 5504 5511
nr@nachhaltigkeitspreis.de

Strategisches Online Marketing für die Green Economy
Green EconomyKundenloyalitätMarketingstrategie

5 grüne Marketingstrategien für mehr Kundenloyalität

Lernen Sie 5 grüne Marketingstrategien kennen, mit denen Sie Kundenloyalität gewinnen und nachhaltig sichern.

Status Quo: Deutschland, Umwelt & Konsum 2013

Verbraucher setzen beim Konsum zunehmend auf umweltfreundliche Produkte und Alternativen zu konventionellen Marken. Im Jahr 2013 kaufte jeder zwanzigste Deutsche ausschließlich oder überwiegend Bioprodukte und solche, die unter fairen und ethisch korrekten Bedingungen hergestellt und gehandelt wurden. Jeder Achte greift beim Konsum jeweils zu gleichen Teilen zu konventionellen und grünen Produkten und jeder Dritte kauf zumindest gelegentlich die alternative Biovariante.

 

Umfrage in Deutschland zum Anteil von Bioprodukten am Einkauf bis 2013

Quelle: Statista.de (Bevölkerung in Deutschland nach Umfang des Einkaufs von Bioprodukten bzw. Produkten aus kontrolliert ökologischem Anbau von 2010 bis 2013)

 

Auf der Liste der Gründe für die Wahl von Bioprodukten liegen

  • Unterstützung regionaler Betriebe
  • Artgerechte Tierhaltung
  • Geringe Schadstoffbelastung
  • Verzicht auf Zusatzstoffe sowie
  • einen Beitrag zur Unterstützung der ökologischen Landwirtschaft leisten

auf den vorderen Plätzen.

78% der Bioprodukte Konsumenten sehen in ihrem Konsumverhalten einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz und für mehr Nachhaltigkeit und 77% assoziieren mit ihnen eine gesündere Lebensweise und die Stärkung des persönlichen Wohlbefindens.

Gründe für den Kauf von Biolebensmitteln

Quelle: Statista.de (Gründe für den Kauf von Biolebensmitteln in Deutschland im Jahr 2013)

 

Bis zu Euro 2,10 mehr für grüne Varianten

Diese kaufentscheidenden Aspekte des Biokonsums lassen sich Verbraucher einiges Kosten. Gegenüber konventionellen Produkten genießen nachhaltige Produkte eine deutlich höhere Kundenloyalität. Der Teil der relevanten Verbraucher, die ausschließlich und überwiegend Bioprodukte konsumieren ist grundsätzlich bereit, für dieses Plus an mehr Wert, mehr Qualität und mehr Transparenz bis zu Euro 2,10 Aufschlag gegenüber den konventionellen Pendants zu bezahlen, wenn Produkte mit dem Bio-Siegel oder dem, nach strengsten Richtlinien erteilen Demeter-Sigel versehen sind.

Zahlungsbereitschaft für umweltfreundliche Produkte mehr zu zahlen birgt Potenzial für Kundenloyalität

Quelle: Statista.de (Zahlungsbereitschaft deutscher Verbraucher für unterschiedliche Öko-Zeichen)

 

Und die Nachfrage nach den grünen Alternativen wächst in allen Bereichen des nachhaltigen Konsums – auch jenseits von Biolebensmitteln.

Mit der zunehmenden Nachfrage und Zahlungsbereitschaft wächst jedoch auch die Zahl der Unternehmen und Werbetreibenden, die auf den grünen Öko-Zug aufspringen. Schon macht die Sorge um das Greenwashing-Phänomen die Runde und droht, die gerade aufkommende grüne Marketing-Revolution im Keim zu ersticken.  Es vergeht kaum ein Monat, in dem kein neues Label, kein neues grünes Forum das Licht der Welt erblickt. Die kürzlich relaunchte  Umweltzeichen App der VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. (Lable-Online App) derzeit über 100 Umweltzeichen. In den kommenden Monaten will man die Datenbank auf bis zu 260 Umweltzeichen ausweiten.

Echten (authentischen) grünen Unternehmen erschwert dies die Positionierung ihrer Produkte und macht den freien (fairen) Wettbewerb zu vertretbaren Bedingungen kaum möglich. Verbrauchern wird es, mit dem Aufkommen immer neuer Umwelt-Siegel und irrwitzigen Produktversprechen nahezu unmöglich gemacht, dabei noch den Überblick zu behalten. Und tatsächlich; das Potenzial, dass Verbraucher diese grün anmutenden Behauptungen und Gütesiegel mit echten (authentischen) grünen Marken und Produkten verwechseln, ist hoch.

Die Themen rund um die grünen Produkte sind oft sehr technisch und können auf Verbraucher teilweise sehr komplex und unüberschaubar wirken. Die hohe Taktung an Innovationszyklen macht grüne Produkte, und in diesem Kontext auch die damit verbundene Kommunikation in der Regel schnelllebig. Diesen Sachverhalt machen sich Unternehmen, die auf den grünen Zug aufspringen oft zu Nutze.

Für Green Economy Unternehmen ist dieser Effekt Gefahr und Chance zugleich. Mit der richtigen Marketingstrategie, die sich im Idealfall in allen Teilen konsequent aus dem Vision & Mission Statement, dem Unternehmensleitbild und Wertekanon ableitet, lässt sich im Wettbewerb gegen die Greenwashing geprägten Eindringlinge nicht nur wertvoller Boden gutmachen, sondern das gesamte Segment der Green Business Economy nachhaltig stärken. Und Nachhaltigkeit ist das, was uns alle bewegt.

Diese 5 wertvollen Tipps für Ihre Marketingstrategie können Ihnen dabei helfen, im ungleichen Wettbewerb mit konventionellen Anbietern die Nase vorn zu haben. Auch wenn die meisten davon eigentlich selbstverständlich (auch für konventionelle Unternehmen) sein sollten, fällt es vielen Unternehmen und Unternehmern sichtlich schwer diese auch konsequent umzusetzen.

Lesen Sie morgen Teil 1 unserer Serie:
„Reden ist Silber, dementsprechend handeln Gold“

 

Link-Tipp zum Thema Kundenloyalität

Die Vorteile hoher Kundenloyalität auf der Umsatzseite, von Anne M. Schüller

 

Sie interessieren sich für mehr Kundenloyalität im Green Business? Dann freue ich mich über Ihren Kommentar zu diesem Artikel und den inhaltlichen Austausch.

Pierre Schramm
CEO, SKA Network

 

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Grüne Visionäre

Empfehlung: Visionäre der Nachhaltigkeit

Eine fantastische Serie von WIWO Green über die außergewöhnlichen Treiber der Green Economy

Das WIWO Green für herausragenden grünen Journalismus steht, ist weitreichend bekannt. Jetzt hat das grüne Supplement des renommierten Wirtschaftsmagazins eine fantastische Serie veröffentlicht und stellt in Einzelportraits sechs außergewöhnliche Persönlichkeiten der Nachhaltigkeit und der Green Economy vor.

Ich finde diese Serie so gelungen (und hoffen, dass die Redaktion noch weitere dieser grünen Visionäre vorstellen wird), dass ich Sie Ihnen diese Unternehmerportraits hier kurz empfehlen möchte.

Doch wenn Sie etwa die schillernden Stars der Green Economy, wie etwa den Tesla Gründer und CEO Elon Musk erwarten, werden Sie überrascht sein. Die Serie portraitiert Menschen, die selbst ihr Leben verändert haben, um die Welt ein bisschen besser zu machen.

 

Wer also sind diese grünen visionäre der Nachhaltigkeit?

Da wäre zum Beispiel Pavan Sukhdev. Der ehemalige Top-Manager, Investmentbanker und Buchautor. Er deckt die Fehler und Misswirtschaft im globalen Wirtschaftssystem rigoros auf und tadelt selbst große Konzerne öffentlichkeitswirksam für ihre soziale und ökologische Verantwortungslosigkeit. Sein Unternehmensmodell Corporation 2020 ist die Vision einer von Nachhaltigkeit geprägten grünen Wirtschaft für das er viele prominente Unterstützer findet. Sein Engagement für die ganzheitliche und konsequente Green Business Transformation macht Pavan Sukhdev zu einem wahrhaft grünen Visionär.

Oder zum Beispiel das einstige bangladeschische Supermodell Bibi Russell – nach ihrer wahrhaft erfolgreichen Karriere auf den internationalen Laufstegen dieser Welt, zieht es sie, statt in den Modell-Ruhestand in ihre Heimat zurück um dort den Kampf gegen Billigproduktion, Ausbeutung und menschenunwürdige Arbeitsbedingungen aufzunehmen. Sie gründet mit Bibi Productions ihr eigenes Modellabel, verhilft tausenden Menschen zu gut bezahlten Jobs und beweist damit, dass die großen Mode- und Textil-Konzerne bei der Wahl ihrer Partnerwahl und Produktionsverfahren durchaus eine Wahl haben.

Oder Yvon Chouinard, der US amerikanische Bergsteiger aus Kalifornien, der erst 53 Jahre alt werden musste um festzustellen, dass er, um die Welt besser zu machen etwas werden müsste, was er nie sein wollte – ein Geschäftsmann und Unternehmer. Aus seiner Vision, die beste Ausrüstung für seine Bergtouren zu entwickeln, entstand dabei einer der bekanntesten Ausrüster Textil- und Outdoor-Ausrüster – Patagonia. Sein Unternehmen steht heute in der Outdoor-Branche wie kein zweites für nachhaltiges Wirtschaften. Auch viele Deutsche Ausrüster, wie der bekannte Outdoor-Spezialist VAUDE folgen seinem Beisiel.

Oder die Green-Crowding-Gründerin Sissy Müller – auf ihrer Crowd-Investing Plattform ermöglicht sie es Privatanlegern in kleinen Tranchen von schon ab Euro 50 in konkrete Projekte für erneuerbare Energien und Energieeffizienz zu investieren.

Oder der ehemalige Fondmanager Jacques-Philippe Piverger, der mit seinem Start-Up-Unternehmen MPOWERD Licht kostengünstig und ressourcensparend in Form von aufblasbaren Leuchtdioden-Solarleuchten mit hoch effizienten Lithium-Ionen-Akku bis in den letzten Winkel der trägt. Zum Artikel über Jacques-Philippe Piverger auf WIWO Green.

Oder der Schweizer Unternehmer Renat Heuberger, der 2006 das Unternehmen South Pole Carbon gründet und sich schon in frühen Jahren an den Hauptverursachern der Treibhausgasemissionen störte. 2002 gründete er myclimate eine gemeinnützige Stiftung, die sich weltweit für Klimaschutzprojekte einsetzt. Heute hilft er Konzernen in aller Welt dabei ihre Treibhausgasemissionen zu kompensieren. Zum Artikel über Renat Heuberger auf WIWO Green

Diese und viele weitere spannende Beispiele können Sie auf WIWO Green lesen.

Auf der ganzen Welt gibt es viele solcher vorbildlichen Beispiele und Visionäre der Nachhaltigkeit. Vielleicht kennen Sie noch weitere oder Sie sind vielleicht selbst einer dieser grünen Visionäre. Und vielleicht bekommen wir dann bald auch Ihre grüne Geschichte auf WIWO Green zu lesen. Ich wünsche Ihnen dabei in unser aller Interesse viel Erfolg und freue mich schon bald auch Ihre Geschichte als Visionär der Nachhaltigkeit zu lesen.

Pierre Schramm
CEO, SKA Network

 

Green MarketingMarketingMarketingstrategie

Green Marketing vs. konventionelles Marketing

In seinem 2011 erschienen Marketingbestseller »Die neue Dimension des Marketings« beschreibt Philip Kotler den kontinuierlichen Wandel vom verbraucherorientierten Marketing (Marketing 2.0) hin zu einem Marketing, dass auf den Grundlagen von Werten und Leitbildern basiert. Dieses Form des »New Marketing 3.0« betrachtet und behandelt Konsumenten nicht mehr länger als „isolierte“, nach Nutzenmaximierung strebende Individuen wie den viel zitierten »Homo Oeconomicus«, sondern uneingeschränkt ganzheitlich – als Teile vernetzter Gemeinschaften die (Kauf)Entscheidungen aus rationalen, emotionalen und zudem »spirituellen Motiven« treffen.

>> [anker href=“greenmarketingmix“ text=“direkt zur Gegenüberstellung: Green Marketing vs. konventionelles Marketing“]

Die Ebene der »Spiritualität« steht hier nicht für übersinnlichen Hokuspokus sondern sinnbildlich für den dedizierten Teil des Entscheidungsfindungsprozesses, der über die rationalen Aspekte, den originären (Produkt)Nutzen, sowie die emotionale Ebene des Vertrauens und der Marken-Konsumenten-Beziehung hinausgeht. In diesem Zusammenhang steht Spiritualität mehr oder weniger für die Ebene der »Seele eines Menschen«.

Konsumententypologien wie sie die LOHAS (nach Paul Ray: Lifestyles of Health and Sustainability) und SCUPPIES (nach Charles Failla: Social Conscious Upwardly-Mobile-People) verkörpern, treffen (Kauf)Entscheidungen auf allen drei Ebenen gleichermaßen: Kopf, Herz und Seele. Sie weisen jedoch insbesondere in letzterem Punkt eine deutlich ausgeprägtere Inklusion dieser Aspekte gegenüber ihren „konventionellen“ Pendants auf.

Auf der wertebasierten Entscheidungsebne sind LOHAS und SCUPPIES getrieben von

  • Mitgefühl (gegenüber anderen, der Allgemeinheit und der Natur)
  • (soziale, ökologische und ökonomische) Nachhaltigkeit sowie
  • Partizipation und etwas bewirken wollen

Demensprechend entspricht das Modell des werteorientierten Marketings in weiten Teilen dem des Green Marketing. Im Vergleich zum konventionellen Marketing, unabhängig ob es sich dabei um das frühzeitige produktorientierte (Massenmarketing) oder um das gegenwärtig am weitesten verbreitete Modell des kundenorientierte Marketing (One-to-One Marketing) handelt – beim Green Marketing spielt die werteorientierte, von Leitbildern getriebene Ebene die entscheidende Rolle.

 

Nicht jede CSR Maßnahme ist gleich Green Marketing

Hier liegt unter anderem auch der Grund dafür, warum so manche CSR (Corporate Social Responsibility) orientierte Kommunikationsmaßnahmen ihre Wirkung verfehlt. Für Konsumenten der LOHAS- und SCUPPIES-Typologie passen selektive Einzelmaßnahmen im Bereich der Nachhaltigkeit und offensichtliche Gewinnmaximierung Profitgier in der Regel nicht zusammen.

Unternehmen, die zum Beispiel einerseits ohne Rücksicht auf Verluste die natürlichen Ressourcen des Planeten bei der Ölsand-Gewinnung ausbeuten und Ökosysteme irreparabel Zerstören und anderseits von ihren Milliarden Gewinnen, wenn auch mehrere Millionen in dreistelligem Bereich für soziale Projekte spenden, passen für LOHAS und SCUPPIES einfach nicht mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit überein.

Green Marketing steht für verantwortungsbewusste Marken für verantwortungsbewusste Verbraucher.

Green Marketing lebt daher von der Authentizität die durch eine ganzheitlich, nachhaltige Unternehmensführung ohne Wenn und Aber getragen wird. So versteht es sich von selbst, dass Green Marketing nicht nur eine weitere Disziplin ist, die in der Marketing-, PR- und Kommunikationsabteilung gespielt wird.

Marken und die Erwatungen der Verbraucher (Green Marketing vs. konventionelles Marketing)

Quelle: statista.de (Welche Erwartung haben Sie an Marken?, Musiol Oldigs Markendienst)

Es erfasst das ganze Unternehmen und zieht sich wie ein Roter Faden durch alle Abteilungen: von der Forschung & Entwicklung über die Beschaffung und Produktion bis hin zu Marketing und Vertrieb. Dabei steht die »Green Marketing Strategie« über allem. Sie wird von allen Bereichen, Organisationen und handelnden Personen des Unternehmens geachtet und getragen.

So betrachtet liegt es auf der Hand, dass Green Marketing stets vom Management initiiert und getragen wird. Zudem entspricht das Green Marketing nicht dem gegenwärtigen (etwas in die Jahre gekommenen) Marketingmodell das aus Kampagnen, Technologien und Einzelmaßnahmen besteht. Green Marketing ist stets Strategie und ganzheitlich. Es ist ein fortlaufender und kontinuierlicher Prozess, der das gesamte Unternehmen erfasst uns sich auf das gesamte mittelbare und unmittelbare Umfeld direkt und indirekt positiv auswirkt.

 

Green Marketing vs. Greenwashing

Aufgrund der Komplexität von Green Marketing Strategien und er enormen Herausforderung bei deren Umsetzung, kommt es immer wieder zu Schwierigkeiten bei der Abgrenzung zwischen Green Marketing und konventionellen Marketing. In diesem Zusammengang tritt auch immer wieder der Begriff „Greenwashing“ auf. »Greenwashing« ist eine kritische Bezeichnung für, in der Regel PR-Methoden, die darauf abzielen, einem Unternehmen in der Öffentlichkeit ein umweltfreundliches und verantwortungsbewusstes Image zu verleihen (ohne das sich dieses in seinem Kern tatsächlich umweltfreundlich und verantwortungsbewusst verhält).

Beim Green Marketing steht der Nutzen für die Allgemeinheit (was unter anderem auch eine intakte Natur einschließt) stets vor dem Nutzen für ein einzelnes Individuum (zum Beispiel: einzelne Konsumenten) oder selektive Gruppen (zum Beispiel: die Shareholder eines Unternehmens).

Beim Green Marketing geht es dabei keineswegs um das Pflegen eines asketischen oder einfachen Lebensstils nach dem Modell der LOVOS (Lifestyle of Voluntary Simplicity). Ganz im Gegenteil. Green Marketing vereint sämtliche rationalen, emotionalen und spirituellen Aspekte und ist davon getrieben stets das Maximum im Sinne der Allgemeinheit herauszuholen. Green Marketing baut dabei auf die stete Verbesserung und Optimierung zu Gunsten aller. [anker name=“greenmarketingmix“]

 

Green Marketing im Marketingmix

Die nachfolgende Tabelle soll verdeutlichen, wie sich Green Marketing vom konventionellen Marketing in den Bereichen Konsument, Unternehmen, Kommunikation und Produkt unterscheidet. Diese Aufführung erhebt keinesfalls den Anspruch auf Vollständigkeit – verdeutlich aber im Kern die essentiellen unterschiede zwischen den beiden Gattungen.

 

 Green MarketingKonventionelles Marketing
KonsumentenKonsumenten sind Menschen. Sie haben ein Leben und bewegen sich in gemeinschaftlichen Kreisen. Sie sind Persönlichkeiten die Entscheidungen beeinflusst von Kopf, Herz und Seele (Werte) treffen.Konsumenten sind Individuen. Sie haben Lebensgewohnheiten. Ihre Entscheidungen basieren auf zyklischen, von Ratio & Emotion gesteuerten Bedarfs- und Bedürfnisbefriedigungskreisläufen.
UnternehmenGreen Economy Unternehmen

  • sind transparent

  • agieren proaktiv

  • sind untereinander und mit Konsumenten gut vernetzt

  • handeln kooperativ

  • denken ganzheitlich

  • haben langfristige Ziele unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeit und Partizipation im Blick

Konventionelle Unternehmen

  • sind verschwiegen

  • agieren reaktiv

  • sind eigenständig & autonom

  • handeln wettbewerbsorientiert

  • denken hierarchisch

  • haben kurzfristige Ziele die der Gewinnmaximierung und dem Shareholder Value dienlich sind

Produkte

  • basieren auf der Grundlage zyklischer Ressourcennutzung (Cradle-to-Cradle)

  • sind Service und Kunden orientiert. Haben einen erweiterten globalen Produktnutzen

  • werden Ressourcen schonend reduziert und stammen aus regionalen Quellen

  • sind individuell auf den Kunden und dessen Bedürfnisse zugeschnitten



  • basieren auf dem Prinzip der Einmalnutzung (Cradle-To-Grave) im Sinn des kurzlebigen Einweg- und Wegwerf-Konsums

  • sind eindimensional Produkt- und Nutzen orientiert

  • werden Profit orientiert hergestellt und stammen aus weltweiten Quellen

  • Massenproduktion

Marketing & Kommunikation

  • basiert auf den Grundlagen der Werteorientierung (Verantwortung)

  • fördert die Meinungsbildung und ist transparent

  • fördert Gemeinschaften in denen die Marke Teil ist

  • basiert auf dem Prinzip von "Word of Mouth" - Empfehlungsmarketing und macht sich Owned & Earned Media Potentiale zu Nutze


  • stellt den rationalen, primären Produktnutzen in den Fokus

  • ist auf Verkauf, Wettbewerb und Marktführerschaft ausgerichtet

  • Marke ist die über allem stehende Instanz (Penetrationsmarketing)

  • klassische Einweg-/Massenkommunikation auf der Basis bezahlter Werbung

Sie interessieren sich für Green Marketing oder betreiben selbst erfolgreich eine Green Marketing Strategie? Dann freue ich mich über Ihren Kommentar zu diesem Artikel und den inhaltlichen Austausch.

Pierre Schramm
CEO, SKA Network

 

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Grün denken, handeln, leben
Business TransformationGreen Economy

Perspektiven der Green Economy für Wirtschaft & Gesellschaft

Neben der »digitalen Revolution« dürfte die Green Economy eines relevantesten »Big Things« unserer Zeit sein. Doch was genau ist die Green Economy. In meinen Gesprächen mit Kunden und Studenten stellen sich immer wieder Fragen wie diese: „Handelt es sich dabei um einen Technologietrend? Ist es eine in erster Linie von der Politik getriebene Entwicklung? Zählen nur Start-Ups und rein grüne Unternehmen dazu oder ist letztendlich jedes Unternehmen, dass sich in der Unternehmensführung für mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit einsetzt Teil dieser grünen Revolution, der »Green Transformation bzw. Transition«?

 

Also. Was genau ist die Green Economy?

Im Kern umfasst die Green Economy alle Teilnehmer einer kohlenstoffarmen, ressourceneffizienten und sozial inklusiven Wirtschaft, in der Einkommen und Beschäftigung durch Investitionen in Nachhaltigkeitsinnovationen entstehen. Unter Green Economy versteht sich daher die gesamte Bandbreite der Ökonomie und Politik mit der Relevanz einer nachhaltigen Entwicklung“.

Die Entstehung dieses Leitgedankens entstand in Deutschland Mitte der 80er Jahren. Der Politikwissenschaftler Martin Jänicke sprach in seiner Rolle als Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin als erster von der Notwendigkeit einer »ökologischen Modernisierung« der Wirtschaft und Politik. In etwa zur gleichen Zeit griffen weltweit viele Nationen diesen Gedanken auf und nutzen ihn um die von Umweltschützern postulierten »Grenzen des Wachstums« in neue, umweltgerechte Bahnen zu lenken.

Wachstum muss mit den Anforderungen an ökologische Nachhaltigkeit einhergehen, um weiterhin Profitabilität zu ermöglichen. In dieser Zeit wurde auch der Begriff der Inklusion geprägt, wodurch besonders die produzierenden Länder in den Prozess einbezogen wurden. Heute gilt Green Economy als wichtigstes Umweltkonzept der Vereinten Nationen und ist einer der am dynamischsten wachsenden Wirtschaftszweige des 21. Jahrhunderts.

International entstanden die ersten relevanten Überlegungen einer grünen und nachhaltigen Wirtschaft 1992 im Rahmen des Erdgipfels in Rio de Janeiro. 2012 bekräftigten die Vereinten Nationen dieses Versprechen anlässlich der United Nations Conference on Sustainable Development „Rio+20“ in Rio de Janeiro.

 

Die Treiber der Green Economy Transformation

Zu den relevanten Treibern der Green Transformation zählen heute vor allem die Leitmärkte und Branchen …

  • Energie (umweltfreundliche Energie und Energieeffizienz)
  • Wasser- und Versorgungswirtschaft (Ressourcenschonung & -Effizienz)
  • umweltverträgliche Mobilität (Elektromobilität sowie alternative Infrastruktur- und Verkehrsmanagementsysteme)
  • Abfall- und Kreislaufwirtschaft (Recycling und Umweltschutz bei der Entsorgung)
  • Landwirtschaft (Bio- und Öko-Produkte sowie regional Food)
  • Green Services wie Green Banking, Green Marketing, …
  • nachhaltiger Konsum (Green Fashion, Green IT, Green Living etc.)

Diese grünen Leitmärkte sind in Deutschland schon lange keine Nischenmärkte mehr. 2011 betrug deren Marktvolumen (exklusive nachhaltiger Konsum) rd. €285 Mrd. (BMU 2012: 32; IFOAM 2012). Im Vergleich zum deutschen Automobilbranche, deren Umsatzvolumen 2011 €351 Mrd. betrug, stellen diese grünen Leitmärkte inzwischen einen essentiellen Wirtschaftsfaktor in Deutschland dar (Quelle: adelphi / Borderstep Institut Studie: Treiber und Hemmnisse der Transformation der deutschen Wirtschaft zu einer Green Economy). Zudem erbringen diese Leitmärkte erhebliche Investitionen für Innovation und Meinungsbildung sowie Forschung & Entwicklung.

GreenTech made in Germany 3.0 - Umwelttechnologie-Atlas für GreenTech made in Germany 3.0 - Umwelttechnologie-Atlas für Deutschland und die Green Economy

Bild-Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Der Handlungsbedarf ist hoch. Zum einen schwinden die natürlichen Ressourcen in einem sich deutlich beschleunigendem Maße (in dessen Folge sich Rohstoffe, Produktions- und Betriebsmittel und Transportwege zunehmend verteuern werden). Zum anderen werden Unternehmen heute von Verbrauchern, im Hinblick auf deren umweltgerechtes Verhalten, deutlich strenger begutachtet und beurteilt als dies noch vor 20 Jahren der Fall war. Unternehmen, die heute ohne Rücksicht auf Wohl von Natur und Gesellschaft produzieren, und sich schonungslos an den natürlichen und humanen Ressourcen bedienen, sehen sich deutlich massiveren „Angriffen“ der Öffentlichkeit ausgeliefert. Empfindliche Umsatzeinbußen und ein nicht unerheblicher Imageschaden sind nicht selten die Folge dieses unachtsamen Verhaltens.

Das Bundesministerium für Umwelt (BMU) schätzt, dass sich die Green Transformation zum Green Economy Unternehmen rechnet. Das Ministerium geht für diese Unternehmen von Umsatzsteigerungen von bis zu 10,6 % bis 2015 aus. (Quelle: Umwelttechnologie-Atlas für Deutschland; Februar 2012).

 

Ein Wachstumsmarkt mit Herausforderungen und viel Wettbewerb

Die Märkte für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen entwickeln sich international und wachsen überproportional. Die Zahl und Stärke der Konkurrenten und Wettbewerben wird daher deutlich zunehmen. Bisher konventionell ausgerichtete Unternehmen werden zunehmend mit Innovationen, Marktmacht und mit viel Kapital ausgestattet in die grünen Märkte drängen.

Im Zuge dieses Wachstums wird es in der Green Economy daher nicht nur „Gewinner“ der Transformation geben. Branchen oder Produktionsmodelle, die im Kontext der Green Economy nicht zukunftsfähig sind werden nicht überleben können. Die Entwicklung bedarf gesellschaftlicher, technischer und politischer Lernprozesse und ein Höchstmaß an Wachsamkeit und Veränderungsbereitschaft. Anderenfalls erwartet konventionelle Unternehmen im Zuge der Green Transition ein ähnliches Schicksal wie seinerzeit das der »Old Economy« im Zuge der Digitalisierung. Das macht eine proaktive Gestaltung des Transformationsprozesses aller Beteiligten daher unabdingbar.

 

Das grüne Potential schlummert überall

Praktisch für jedes Unternehmen lohnt der Blick auf die eigenen Chancen, Stärken, Risiken und Schwächen im Zuge des Green Transformation Prozesse. Praktisch überall im Unternehmen können Überlegungen zum Greening ökologische und ökonomische Verbesserungen bewirken. Absulte Bedingung! Das Engagement zum Greening darf nicht aus Gründen des Greenwashing wie im Fall der CSR-Kommunikation geschehen. Das grüne Engagement muss aufrichtig und authentisch sein und aus Überzeugung geschehen. Anderenfalls sind Schäden für das Unternehmen und die Marke vorprogrammiert.

Greening funktioniert nicht nur Großen sondern vor allem im Kleinen. Hier drei Beispiele die nicht nur nachhaltig sind, sondern gleichzeitig Arbeitsplätze sichern und neue mit völlig neuen Anforderungsprofilen entstehen lassen:

  • die Wahl für heimischer, umweltfreundlich hergestellter Produkte reduzieren den CO2-Ausstoss und schont die natürlichen Ressourcen
  • die Wahl für Green-IT-Produkte steigert die Recycling- und die Wiederverwertungsquote hochwertiger Rohstoffe (Edelmetalle) und senkt langfristig die Beschaffungskosten
  • die Wahl für Green Marketing steigert die Effizienz, beschleunigt die Gewinnung neuer Zielgruppensegmente und sicher langfristige Kundenloyalität

Andere Unternehmen verstärken ihre Bemühungen bei der Optimierung der Herstellungsprozesse. Dadurch senken sie den Energieverbrauch und die Schadstoffbelastung. Und in welchen Bereichen kann Ihr Unternehmen grüner werden? Fragen wie diese stellen den Beginn einer nachhaltigen, inkludierenden und umweltgerechten Unternehmensführung dar. In jedem Betrieb!

 

Das politische Engagement im Green Economy Transformationsprozess

Das politische Engagement zur Förderung von Green Economy- Transformation ist hoch. Im September 2012 haben das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit der Konferenz „Green Economy – Ein neues Wirtschaftswunder?“ einen Agendaprozess der Green Economy in Gang gesetzt, der das Ziel zur Formulierung einer Forschungsagenda für neues, nachhaltiges Wirtschaften hat. Darüber hinaus sollen die Rahmenbedingungen und Instrumenten für grüne Innovationen sowie Governance-Fragen definiert werden. Die Green Economy Agenda soll im Sommer 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

 

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