Monat: Mai 2015

Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltige Marken wachsen schneller

Unilevers  Sustainable Living Plan wirkt sich positiv auf nachhaltige Marken aus.

Hamburg, 21. Mai 2015 , Wien, Thayngen (ots)

  • Unilever Marken mit Nachhaltigkeitsversprechen verzeichnen
    global zweistelliges Wachstum
  • Einsparungen von 400 Mio. Euro in der Lieferkette durch
    Nachhaltigkeitsinitiativen erzielt
  • Unilever legt vierten Fortschrittsbericht zum
    Nachhaltigkeitsplan vor

Vier Jahre nach der Einführung des ehrgeizigen und weitreichenden Nachhaltigkeitsplans, dem Unilever Sustainable Living Plan (USLP), verzeichnet das Unternehmen eine wachsende, positive Auswirkung auf das Geschäft.

Besonders von diesem Engagement profitieren Marken, die ein Nachhaltigkeitsversprechen in ihrem Kern tragen. Marken, wie Dove, Lifebuoy, Ben & Jerry’s und Comfort erzielten in den vergangenen drei Jahren ein bis zu zweistelliges Wachstum. Sie leisten damit einen überdurchschnittlichen Beitrag zu dem großen Ziel des Unternehmens, den Umsatz zu verdoppeln, gleichzeitig den ökologischen Fußabdruck zu halbieren, so wie den positiven sozialen Einfluss zu steigern.

Der vierte Fortschrittsbericht zum Nachhaltigkeitsplan macht deutlich, wie stark die Integration von Nachhaltigkeit in Unilevers Geschäftsstrategie zu Wachstum und Kosteneffizienz führt, und darüber hinaus eine Risikovorsorge für die Zukunft ist.

In Deutschland präsentierte Paul Polman, CEO Unilever, gemeinsam mit Ulli Gritzuhn, General Manager, Unilever Deutschland, den Fortschrittsbericht vor Vertretern aus Nichtregierungsorganisationen, Politik, Wissenschaft und Unternehmen in Hamburg.

„Wir führen unser Geschäft in einer sich ständig wandelnden Welt, die geprägt ist von sozialer Ungleichheit, wachsender Bevölkerung und Klimawandel. Dieser Entwicklung müssen wir uns als Unternehmen anpassen. Konkret heißt das, wenn wir weiter wachsen wollen, müssen wir über unsere gesamte Wertschöpfungskette hinweg, radikal anders arbeiten als bisher. Genau das fordern auch die Konsumenten von uns. Sie verlangen immer häufiger nach Marken, die eine nachhaltige Lebensweise unterstützen. Diese Marken, die „Sustainable living brands“ machten in 2014 die Hälfte des Unternehmenswachstums aus und wachsen doppelt so schnell, wie der Rest des Geschäfts“, sagte Paul Polman.

Fortschrittsbericht macht Herausforderungen deutlich

Der vierte Fortschrittsbericht zeigt, in welchen Bereichen das Unternehmen auf einem guten Weg ist, die Ziele des 2010 vorgestellten USLPs, zu erreichen. In einzelnen Bereichen aber, bleiben Herausforderungen groß. So hat Unilever es sich zum Ziel gesetzt, seinen Umwelteintrag über die gesamte Produktwertschöpfungskette zu reduzieren. Dazu gehört auch die Verwendung des Produktes durch den Verbraucher. In dieser Phase hängt die Reduzierung des Umwelteintrages von einem Wandel des gesamten Marktes ab. Hier strebt Unilever eine verstärkte Zusammenarbeit mit Partnern aus Zivilgesellschaft, Industrie, Handel, Politik und Wissenschaft an. Positiv dagegen sind die großen Fortschritte innerhalb von Unilevers globaler Lieferkette:

  • Über 55% der landwirtschaftlichen Rohwaren stammen aus
    nachhaltigem Anbau
  • Seit 2008 hat das Unternehmen seinen CO2 Ausstoß aus Energie um
    37% reduziert
  • 33% der Produkte aus den Bereichen Lebensmittel und Getränke
    erfüllen jetzt die höchsten Ernährungsstandards.

Insgesamt hat der Nachhaltigkeitsplan seit 2010 zu Einsparungen von über 400 Millionen Euro in der Produktion geführt.

„Unilever in Deutschland, Österreich und die Schweiz hat einen großen Anteil an diesem Erfolg – und es ist klar: wir werden unsere Nachhaltigkeitsziele nur erreichen, wenn diese Länder auch in Zukunft eine Vorreiterrolle einnehmen“, so Paul Polman weiter.

Der detaillierte Fortschrittsbericht steht hier als PDF zum Download bereit Unilever Sustainable Living Plan (USLP) sowie hier weitere Informationen zu Unilevers Nachhaltigkeitsengagement.

Über Unilever

Unilever ist ein international führender Konsumgüterhersteller. Das Unternehmen vertreibt in über 190 Ländern Lebensmittel, Körperpflegeprodukte, Waschmittel und Haushaltsreiniger, die jeden Tag von rund 2 Milliarden Verbraucherinnen und Verbrauchern genutzt werden. Unilever beschäftigt weltweit über 172.000 Mitarbeiter und erzielte 2014 einen Umsatz von 48,4 Milliarden Euro. Mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet der Konsumgüterhersteller in Schwellen- und Entwicklungsländern (57% in 2014). Zu Unilever gehören einige der weltweit bekanntesten und beliebtesten Marken wie Rama, Knorr, Becel, Bertolli, Lätta, Lipton, Dove, Duschdas, Axe, Rexona, Coral, Langnese und Ben & Jerry’s.

Unilever hat es sich zum Ziel gesetzt bis 2020,

  • das Unternehmenswachstum von dem Umwelteinfluss zu entkoppeln,
  • mehr als einer Milliarde Menschen dabei zu unterstützen, ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden zu verbessern,
  • und die Lebensbedingungen von Millionen von Menschen zu
    steigern.

Unilever belegt auch 2014 wieder die Spitzenposition als nachhaltigstes Unternehmen im Bereich Lebensmittel im Dow Jones Sustainability Index. In Deutschland ist Unilever mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2012 in der Kategorie „Nachhaltigste Zukunftsstrategie“ ausgezeichnet worden. Auf LinkedIn zählt Unilever zu den Top 3 der am meisten nachgefragten Arbeitgeber.

Informationen zum Unilever Sustainable Living Plan erteilt Konstantin Bark telefonisch (+49 40 3493 1164) sowie per E-Mail an mediarelations.de@unilever.com.

Quelle: OTS

Der Next Economy Award prämiert Green and Social Start-Ups für die nachhaltige Wirtschaft von morgen
Green EconomyGrüne VisionäreSocial Business

Next Economy Award – Deutschlands Preis für grüne Gründer

Der Next Economy Award (NEA) prämiert Entrepreneure, die mit ökosozialen Geschäftsmodellen die nachhaltigere Wirtschaft von morgen mitgestalten.

In diesem neuen Wettbewerb sucht der NEA Pioniere mit ambitionierten und erfolgversprechenden Ideen. Der Preis besteht neben der Statuette aus einem Paket wertvoller Sachleistungen.

Düsseldorf, 13. Mai 2015 – Ab sofort beginnt der Wettbewerb um den Next Economy Award (NEA), Deutschlands neuen Preis für grüne Gründer. Er prämiert Startups, die mit innovativen Geschäftsmodellen für soziale und ökologische Verbesserungen sorgen und damit die „nächste“, nachhaltigere Wirtschaft mitgestalten wollen.

2015 vergibt die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis in Zusammenarbeit mit der Bundesregierung, dem Rat für Nachhaltige Entwicklung und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) die erste nationale Auszeichnung für Startups, die auf Nachhaltigkeit und die Green Economy setzen. Bis zum 31. Juli 2015 können sich Unternehmen aller Branchen bewerben, die in den letzten drei Jahren in Deutschland gegründet wurden. Die Teilnahme erfolgt online und ist kostenfrei.

„Die neue Auszeichnung für Startups ergänzt den Deutschen Nachhaltigkeitspreis um das Feld der Gründer“, sagt Stefan Schulze-Hausmann, Initiator beider Preise. „Der NEA soll ambitionierten Unternehmerinnen und Unternehmern Rückenwind geben, die Nachhaltigkeit zu einem Teil ihrer Zukunft in der Selbstständigkeit machen wollen.“

Am 26. November entscheidet die Expertenjury nach einem Live-Pitch der Finalisten in Düsseldorf über die Sieger, denen ein attraktives Paket aus Sachleistung en im Wert von je € 25.000,- winkt. Abends finden die Verleihung des NEA 2015 und die Networking Night statt, bei der die Startups der Nachhaltigkeit etablierte Unternehmer, Kapitalgeber, Medienvertreter und Gäste aus Politik, Forschung sowie Zivilgesellschaft treffen.

Alle Wettbewerbsteilnehmer erhalten kostenfreien Zugang zum Deutschen Nachhaltigkeitstag am 27. November 2015.

Quelle: Next Economy Award


Über den Next Economy Award

Logo Next Economy Award (NEA)

Logo Next Economy Award (NEA)

2015 vergibt die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis e. V. gemeinsam mit dem Bundeswirtschaftsministerium, dem DIHK und dem Rat für Nachhaltige Entwicklung die erste nationale Auszeichnung für nachhaltigkeitsorientierte Gründer. Die Auswertung des Wettbewer bs erfolgt durch mehrere Methodikpartner aus Forschung (CSM der Leuphana Universität Lüneburg), Beratung (A.T. Kearney) und öffentlichem Sektor (DIHK), die die besten Bewerber ermitt eln.

Finale des Wettbewerbs ist der Live-Pitch der Finalisten am 26. November 2015. Die Jury – darunter Prof. Dr. Günter Faltin, Professor für Entrepreneurship, Ecosummit-Gründer Jan Michael Hess, Staatssekretär Matthias Machnig (Bundeswirtschafsministerium) und Lencke Steiner, Bundesvorsitzende DIE JUNGEN UNTERNEHMER – entscheidet über die Sieger. Die Preisverleihung findet am 26. November in Düsseldorf statt.

Pressekontakt

Büro Deutscher Nachhaltigkeitspreis
Nicola Roeb
Tel. 0211 – 5504 5511
nr@nachhaltigkeitspreis.de

Transition Town Initiativen - Vertical Gardens
Nachhaltigkeit

Transition Town – „Stadt im Wandel“

Die Transition Town – das Modell einer zukunftsfähigen, ganzheitlich nachhaltigen Gesellschaft?

Nach der erneuerbaren Glühbirne fragen wir uns, was das alles für einen Sinn hat mit der ewigen Mülltrennung, dem Kurzduschen und dem teuren Bioeinkauf. Gerade wenn wir unter unserer kalten Halogenbeleuchtung sitzen, die im Restposten erworbenen Leuchtstoffmittel unseres Nachbarn dauerbrennen sehen und er, wie immer, seine Tüte Gemischtmüll in den Container wirft, kann das Gefühl der Sinnlosigkeit eines einzelnen Klimawandelverhinderers einen überwältigen.

Transition Town Initiativen – auch Städte im Wandel genannt – begegnen diesem Gefühl in der Gemeinschaft. Die im Positiven Sinne treibenden Assoziationen hinter der Bewegungs sind die seit Jahrzehnten anhaltenden Nagativtrends: Maximierung der Ölförderquote, Globalisierung, Raubau, Artensterben und Klimawandel. Mit all ihren Bestrebungen zielen Transition Town Initiativen darauf ab, die lokale Autonomie nachhaltig zu stärken, indem sie sich unabhängig von nicht-erneuerbaren Ressourcen machen und ihre Kohlendioxidemissionen verringern.

Hinter dem Sammelbegriff „Transition Town“ verbergen sich Gemeinden, Dörfer, Städte, ganze Inseln und projektorientierte Initiativen. Der offizielle Status „Transition Town“ kann beim weltweiten Dachverband in Großbritannien beantragt werden, wenn die angestrebte Stadt im Wandel eine Reihe von Kriterien erfüllt, darunter die Bereitschaft von vier bis fünf Menschen eine Führungsrolle zu übernehmen und sich mit anderen bestehenden lokalen Initiativen zu vernetzen.

Väter der Transition Town Bewegung im Jahre 2006 sind Rob Hopkins and Naresh Giangrande. Aus ihren Bemühungen erwuchs der Dachverband „Transition Town Network“. Heute bietet das Netzwerk Schulungen für Initiativen dazu an, wie Sie den Wandel in Ihrer Gemeinde vorantreiben können.Die Bemühungen und Aktionen einer Stadt im Wandel rangieren von Basisaktionen, wie dem gemeinschaftlichen Anbau von Hochbeeten, über die Zusammenarbeit mit lokalen Firmen, um die lokale Lieferung erneuerbarer Energien zu fördern, bis hin zu der Etablierung von alternativen Währungssystemen.

Tatsächlich liegt in der Praxis der Fokus vieler Transition Towns auf dem Thema Essen. Sie legen urbane Hochbeete an, verstehen etwas von Permakultur und zielen darauf ab, sich nachhaltig mit selbst angebauten Lebensmitteln zu versorgen.Ein Schwerpunkt vieler Initiativen ist es auch, die breite Öffentlichkeit über bereits bestehende lokale Projekte und Einrichtungen mit ähnlichen Grundsätzen zu informieren. Auf der Website einer Stadt im Wandel in Thüringen findet man beispielsweise alle Läden, Cafés und Restaurants in der Stadt, die ökologisch hergestellte Lebensmittel, Kinderkleidung usw. anbieten.Die höchste Disziplin einer Stadt im Wandel ist der Entwurf und die Umsetzung eines „Energy Descent Plans“ (EDAP) in Zusammenarbeit mit der lokalen Kommune.

Gegenwärtig gehen die Planungen der meisten Kommunen weiterhin von zukünftig steigender Produktivität, Finanzkraft, Energievorkommnis und ökonomischem Wachstum aus. Mit einem EDAP geht die Transition Town Bewegung von einem Trend aus, bei dem diese Faktoren in naher Zukunft abnehmen. Die Stadt im Wandel will auf lokaler Ebene ein Plan B zur aktuellen wirtschaftlichen Abhängigkeit von Erdöl und bestehenden Wirtschaftskreisläufen liefern.

Die Transition Town: Wegweiser in eine nachhaltige Zukunft?

Seit 2006 haben sich weltweit knapp 500 offizielle Transition Town Initiativen und mindestens genauso viele noch nicht zertifizierte Städte im Wandel gegründet. Deutschlandweit sind es rund 100, viele noch in der Gründung befindlich. Es hat sich mit dem „Transition Research Network“ auch ein Forschungszweig um die Transition Town Bewegung herum etabliert.

Die Grundsätze der Stadt im Wandel Bewegung zeigen sich aber auch seit einigen Jahren in zahlreichen unabhängigen Initiativen, gerade in Ballungsräumen. So werden Kleidertauschpartys veranstaltet, das Anlegen von Kleingärten auf Freiflächen und Häuserdächern hält als „urban gardening“ Einzug in den städtischen Raum, Privatleute bieten ihre PKWs auf Carsharing-Seiten zur Vermietung an und unter dem Motto „free your stuff“ verschenken Menschen Dinge über Online-Plattformen, anstatt sie wegzuschmeißen. Downshifting, oder „freiwillige Einfachheit“, eine der Grundprinzipien von Transition Town Initiativen, zeigt sich also in zunehmendem Maße gesamtgesellschaftlich.

Die Gesellschaft bewegt sich. Die Frage ist, welche Rolle Transition Towns bei dieser Entwicklung spielen? Braucht es diese bereits vorgedachten Initiativen mit ihrem Dachverband, einer Führungsstruktur und Instruktionen dazu, wie dieser Wandel am besten zu fördern ist, um die Menschen einer Stadt zu bewegen, wenn eine bottom-up Bewegung sowieso schon im Gange ist?

Eine organisierte Bewegung bietet vor allem die Chance darauf, noch größere gesellschaftliche Aufmerksamkeit auf die Themen Klimawandel, Nachhaltigkeit und ökologische Lebensweise in der Gemeinschaft zu lenken. Noch findet die Arbeit der meisten Stadt im Wandel Initiativen an der Basis statt und ist nicht sonderlich öffentlichkeitswirksam; die MitstreiterInnen sind überwiegend Aktivisten, nicht Lobbyisten. Mit der Ausweitung ihres Bestrebens, sich zu vernetzen, zu informieren und zu beraten, birgt diese Bewegung allerdings das Potenzial, eine essenzielle gesellschaftliche Entwicklung voranzutreiben.